Afrika - der unterschätzte Kontinent

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Mal wieder ein typischer Braveheart. Natürlich werden zuverlässige Institutionen wie freie Wahlen nicht überschätzt, sondern ein wesentlicher Faktor was Wachstum und Entwicklung angeht, siehe zB Botswana
jep. und wehe es wagt nochmal jemand die behauptung aufzustellen inder UdSSR oder china gab bzw. gibt es keine freien wahlen. :cool:
 
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Interessante These: Das chinesische Engagement in Afrika ist wertvoller als die ganze westliche Entwicklungshilfe.

Persönlich neige ich zu einem Mittelweg, da China natürlich die Regime stabilisiert und keine Good Governance einfordert.

http://www.faz.net/aktuell/wirtscha...-wir-afrikaner-sind-keine-kinder-1590670.html
genosse ChaVezz, sieht man sich im januar bei der rosa luxemburg konferenz?
schwerpunktthema ist afrika: http://www.rosa-luxemburg-konferenz.de/de/konferenz-2018/programm-2018

"Die ganztägige Konferenz trägt den Titel »Amandla! Awethu! – Die Machtfrage stellen!« und greift damit den traditionellen Kampfruf der Antiapartheidbewegung in Südafrika auf. Wenn in den hiesigen Medien die Rede auf Afrika kommt, so sind es vor allem Meldungen über Hunger und Massenflucht, die die Nachrichtensendungen dominieren. Beide Themen werden natürlich auch Gegenstand der RLK sein, aber die Fragen, die hier diskutiert werden, gehen weit über die bloße Beschreibung und das Beklagen von Elend hinaus. Sie berühren Grundprobleme der imperialistischen Welt(un)ordnung und zeigen – jenseits des beschränkten europäischen Horizonts – Wege zu ihrer Überwindung auf.

Der in Johannesburg lehrende Philosoph Achille Mbembe hat sein Kommen zugesagt. Er vertritt die These von der »Afrikanisierung der Welt« und befasst sich in seinen Arbeiten mit der Frage, wie die von Politik und Konzernen des Westens betriebene Verelendung des globalen Südens auf die Metropolen des Nordens zurückwirkt. Clotilde Ohouochi, ehemalige Sozialministerin von Côte d’Ivoire (Elfenbeinküste), lebt seit dem vom Westen orchestrierten Sturz von Präsident Laurent Gbagbo 2011 in Paris im Exil. Sie wird am Beispiel ihres Landes die Herrschaftspraktiken vor allem des französischen Imperialismus in Afrika zeigen. Der Träger des alternativen Nobelpreises Nnimmo Bassey, Dichter und Umweltschützer aus Nigeria, spricht darüber, wie sich Ausbeutung und Umweltzerstörung für das internationale Kapital rentieren. Ding Xiaoqin, Professor an der Universität Shanghai für Finanzen und Wirtschaft, zeigt am Beispiel von Chinas Engagement in Afrika alternative Entwicklungswege. Das Thema von jW-Autor Jörg Kronauer ist das deutsche Dominanzstreben auf dem Kontinent seit dem 19. Jahrhundert bis in unsere Gegenwart. Weitere Rednerinnen und Redner erwarten wir aus Kuba und den USA, um einen Beitrag gebeten wurde auch die KP Südafrikas."
 

guajiro

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Hätte ich Zeit das jetzt rauszusuchen könnt ich jetzt noch paar Studien dazuklatschen, hab ich aber nicht
Ok du sagst Botswana, ich nenn dir 10 Länder die das Gegenteil beweisen
...und 15 weitere in denen sofort Bürgerkrieg ausbrechen würde, würde man dort einfach so Wahlen abhalten.

Bis später, bin am fahren
Kommt da eigentlich noch was oder bist du immer noch am fahren?

Hätte vor allem Interesse an deinen Studien...
 
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Unfassbare Bilder aus Libyen! Junge Menschen werden festgenommen, gefoltert und versklavt. Auf speziellen Sklavenmärkten werden sie wie billige Ware angeboten. Diejenigen die diese demütigenden Strapazen nicht überleben, werden anschließend wie Abfall auf der Müllhalde entsorgt.

Es sind grausame Dinge, die jetzt gerade in Libyen stattfinden!

Wie konnte es nach dem Krieg der NATO gegen Libyen dazu kommen? Wie konnte die NATO eines der wohlhabendsten und friedlichsten Länder der Welt in eine solche Hölle verwandeln?

Frankreich, Großbritannien, die USA, Katar und Saudi Arabien haben Gaddafi mit Hilfe sogenannter „gemäßigter Rebellen“ gestürzt – aus geopolitischen Interessen. Wie „gemäßigt“ und „friedlich“ diese Rebellen/Aktivisten/Oppositionellen (oder wie man sie in den westlichen Medien sonst noch verharmlosend bezeichnet hat) sind, sieht man seit ihrer Machtübernahme in Libyen.

Schwarzafrikaner werden auf brutalste Art und Weise gefoltert und versklavt. Und das alles geschieht mit dem Wissen der NATO, der EU und der UNO. Die ehemaligen „Rebellen“ haben die Gesetze in Libyen nach ihren Vorstellungen geändert. Auch die in Syrien kä
 

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Achja Libyen! Fangen wir mit Libyen an @guajiro

Zum Rest die Tage :D... finde aber eigentlich dass DU auch erstmal die These untermauern solltest dass freie Wahlen per se positive Folgen haben. Ich finde das eine sehr abenteuerliche These und bin recht sicher dass es darüber auch alles andere als einen wissenschaftlichen Konsens gibt.
 

--Cha\/ezz--

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Wie konnte es nach dem Krieg der NATO gegen Libyen dazu kommen? Wie konnte die NATO eines der wohlhabendsten und friedlichsten Länder der Welt in eine solche Hölle verwandeln?
Du trollst doch, oder?

Libyen wurde seit 1969 vom autoritär herrschenden Muammar al-Gaddafi regiert, der seine Macht indirekt, in einer parallel zu den staatlichen Strukturen errichteten, permanenten Revolutionsführerschaft ausübte.[26] Mit seinen Ölvorkommen war der Maghrebstaat auf dem afrikanischen Kontinent im Human Development Index führend[27] und wies mit Bulgarien, Brasilien oder Russland vergleichbare Werte auf,[28] gehörte jedoch zu den Ländern mit der meistverbreiteten Korruption.[29] Die Organisation Reporter ohne Grenzen listete Libyen in ihrer Rangliste der Pressefreiheit im Jahr 2010 auf dem 160. von 178 Plätzen.[30] Willkürliche Verhaftungen, Misshandlungen und Folterungen von Oppositionellen waren an der Tagesordnung.[31] Die Arbeitslosenquote wurde offiziell mit 20,7 Prozent angegeben,[32] andere Schätzungen gingen von 30 Prozent aus (2001).[26]Gleichzeitig wurde vor der Massenflucht im Februar 2011 die Anzahl der im Land beschäftigten Gastarbeiter auf etwa 1,7 Mio. geschätzt, was einem Viertel der Gesamtbevölkerung entsprach. Obwohl Libyen unter den afrikanischen Staaten noch vor Südafrika den UN-Bildungsindex deutlich anführte,[33] wurde der Hauptgrund für die im Vergleich zu anderen Maghreb-Staaten hohe Arbeitslosigkeit im Mangel an qualifizierten Fachkräften gesehen, es wurde vermutet dass dies in einem unzureichenden Bildungssystem und geringer Produktivität der einheimischen Bevölkerung begründet war.[34]
 

--Cha\/ezz--

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Man muss sich nicht alles schönreden. Gaddafi war brutaler Diktator und kein pan-afrikanischer Messias.
 

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Gaddafi war ein Stabilitätsanker für Nordafrika und für sein Volk ein Garant für verhältnismäßig großen Wohlstand.

Dass die NATO diesen (ohne jegliche Not oder rationale Begründung) beseitigt hat ist kriminell, mehr nicht...und hat für alle Beteiligten von Skandinavien bis Südafrika weitreichende, desaströse Folgen.

Ansonsten war er vermutlich ein ziemlich blöder Wixxer...
 
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falls jemanden vernünftige berichte zu afrika interessieren: in der jungen welt von heute sind ein paar artikel über afrika drin. kann man sich mal gönnen. ab morgen auch online verfügbar.
 

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Strange...gerade aus diesen Ländern (plus Somalia und Eritrea) kommen die meisten afrikanischen Flüchtlinge
 

The Great Saiyaman

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Strange...gerade aus diesen Ländern (plus Somalia und Eritrea) kommen die meisten afrikanischen Flüchtlinge
also aus Ghana, Djibouti, Äthiopien, Tanzania und Elfenbeinküste? Oder eher aus Bhutan, Philippinien und Indien ....
oder schreibst du einfach nur dreck um etwas schreiben zu können?
 

--Cha\/ezz--

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Strange...gerade aus diesen Ländern (plus Somalia und Eritrea) kommen die meisten afrikanischen Flüchtlinge
Flucht kostet Geld. Die unterste Schicht kann sich keine mehrere Tausend Dollar leisten, um den Sohn nach Europa zu schicken. Das können erst die unteren Mittelschichten. Deshalb wird Wirtschaftswachstum die Anzahl der Migranten auch nicht reduzieren, da so erst viele Leute überhaupt die Gelegenheit erhalten, einen Vertreter der Familie nach Europa zu schicken.
 
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