Afrika - der unterschätzte Kontinent

--Cha\/ezz--

Moderator
Supporter
Dabei seit
31. Okt 2002
Beiträge
42.527
Soweit ich mich erinnere gibt es keinen direkten Thread zu Afrika. Deshalb könnt ihr hier nun alle relevanten Diskussionen führen. Unterschätzt soll darauf aufmerksam machen, dass Afrika mehr ist als hungernde Kinder, Krankheiten und Bürgerkrieg.
 

--Cha\/ezz--

Moderator
Supporter
Dabei seit
31. Okt 2002
Beiträge
42.527
Persönlich habe ich mich im Studium intensiv mit Afrika auseinandersetzt unter anderem auch, weil ich dank meiner Exfreundin mal Ghana erleben durfte und das Land mit Sicherheit noch einmal besuchen werde.
 

The Great Saiyaman

Gold Status Member
Dabei seit
6. Jun 2012
Beiträge
5.078
Wobei mein erster Beitrag leider in den Kontext Bürgerkrieg passen könnte: Mugabe hat Proteste der jetzt geeinten (?) Opposition niederschlagen lassen. Diese kündigt weitere an.

http://www.deutschlandfunk.de/unruh...rabischen.1818.de.html?dram:article_id=364212
Noch nie war die stimmung in simbabwe so aufgeheizt. Diverse gruppierungen schliessen sich zum widerstand/ungehorsamkeit zusammen (geiinigt!). Sind aber noch lange keine arabischen zustände.
Die Veteranen aka (frühere) Kumpanen von Mugabe haben sich vor ein paar wochen gegen die regierung gestellt. Dürfte spannend werden, denn auch Mugabe geniesst in seiner eigenen partei nicht uneingeschränkte unterstützung.

Wirtschaftlich gesehen zeigt die uhr drastisch nach unten, deshalb möchte die regierung wieder ihre eigene Geldscheine drucken und somit wird die inflation wieder einzug erhalten... kein bürger mit verstand will zu diesen rekordszeiten zurück.
Die löhne für staatsangestellte werden nicht ausbezahlt, deshalb kommt es wieder vermehrt zu roadblocks inkl. weitreichende Korruption seitens der Polizei ... btw. habe ich letztes jahr auch erlebt. War mit dem 4*4 unterwegs und in weiter ferne war ein Roadblock. Habe natürlich das Tempo reduziert, nachdem ich einen lastwagen überholte. Da hielten mich zwei cops an und zeigten auf ihre verfluchte geschwindigkeits*hand*kamera, dass ich zu schnell unterwegs war. Meine möglichkeiten waren -> 30 Dollar (höchstbetrag für leichte strassendelikte sind 25$) zu zahlen, oder mit auf den polizeiposten ...
 

Dr Strange

verwarnt
Dabei seit
13. Jul 2016
Beiträge
271
Ich hatte mal ein Buch gelesen von einem Wirtschaftswissenschaftler. Das muss so vor 8/9 Jahren gewesen sein. Dieses Buch behandelte den interessanten Fakt dass Entwicklungsländer, die mehr Geld vom Westen erhalten, sich schlechter entwickelten, als Länder, die weniger bekommen.
Weiß vielleicht jemand den Titel des Buches?
 

Murmel

Platin Member
Dabei seit
5. Aug 2010
Beiträge
6.248
Ich hatte mal ein Buch gelesen von einem Wirtschaftswissenschaftler. Das muss so vor 8/9 Jahren gewesen sein. Dieses Buch behandelte den interessanten Fakt dass Entwicklungsländer, die mehr Geld vom Westen erhalten, sich schlechter entwickelten, als Länder, die weniger bekommen.
Weiß vielleicht jemand den Titel des Buches?
also google "entwicklungshilfe kontraproduktiv studie" spuckt z.B. das hier aus

http://www.deutschlandradiokultur.d...uktiv-ist.1270.de.html?dram:article_id=191161

Scheint aber mehr als ein Buch zu dem Thema zu geben
 
Zuletzt bearbeitet:

belfast brigade

Frischling
Dabei seit
28. Mrz 2015
Beiträge
58
empire of dust ist ne interessante chinesische doku über chinas investitionen in afrika natürlich nicht ganz ohne ideologische färbung aber dennoch ganz sehenswert
 

Nino_Brown

Gold Status Member
Dabei seit
3. Aug 2008
Beiträge
9.769
empire of dust ist ne interessante chinesische doku über chinas investitionen in afrika natürlich nicht ganz ohne ideologische färbung aber dennoch ganz sehenswert
hehe hab ich während studium auch mal 1 vortrag drüber halten dürfen....schon ne interessante sache die kaum hier beachtung findet
 

--Cha\/ezz--

Moderator
Supporter
Dabei seit
31. Okt 2002
Beiträge
42.527
Interview mit einem afrikanischen Autor, der den arabischen Sklavenhandel in Afrika thematisiert. Falls ihr das örtliche PoC-Seminar an der Uni trollen wollt: Der arabische Sklavenhandel war verherrender als der Westliche. Das macht diesen natürlich nicht besser, aber zeigt die Dimensionen des Unrechts auf.

Die Auswirkungen des arabomuslimischen Sklavenhandels in Afrika vom 7. bis 20. Jahrhundert lassen sich no ch bis heute beobachten, sagt Tidiane N’Diaye. Der senegalesische Ökonom und Anthropologe erklärt, was die profitorientierte Menschenjagd der Araber vom Sklavenhandel der Europäer unterscheidet, welche Rolle der Islam dabei spielt und warum die Aufarbeitung nicht vorankommt.
Wie lange dauerte der arabische Sklavenhandel und wie viele Afrikaner fielen ihm zum Opfer?

Die Arabomuslime haben die schwarzen Völker Afrikas vom 7. bis zum 20. Jahrhundert überfallen. Fast 1 000 Jahre lang waren sie die einzige fremde Macht, die diesen grauenhaften Handel betrieb, und sie haben über zehn Millionen Afrikaner deportiert, bevor die Europäer auf der Bildfläche auftauchten. Insgesamt 17 Millionen Menschen wurden versklavt, von denen die meisten aufgrund von Massenkastrationen keine Nachkommen hinterließen.

Was unterschied den Sklavenhandel der Araber von dem der Europäer?

In der tragischen Geschichte der schwarzen Völker wurden während des transatlantischen Sklavenhandels zwischen 9,6 und elf Millionen Afrikaner verschleppt. Über Brasilien, die USA und die Karibik verteilt leben – trotz der damals unmenschlichen Behandlung – heute mehr als 70 Millionen Menschen, die afrikanische Vorfahren haben. Das geschah, weil es keinen offenkundigen Willen gab, ein ganzes Volk zu vernichten. Die Kastration wurde nicht generell praktiziert.
Mitte des 19. Jahrhunderts lebten im Oman selbst etwa 500 000 Sklaven aus Afrika bei einer Gesamtbevölkerung von 2,2 Millionen. Die gesamte Landwirtschaft des Staates funktionierte nur aufgrund der Sklavenarbeit. Auf dem fruchtbaren Boden wuchsen Baumwolle, Weintrauben und Weizen. Sklaven wurden auch als Seemänner und Austerntaucher eingesetzt. In arabischen Gesellschaften wie der des Oman spielten Afrikaner eine zentrale Rolle und prägten das gesellschaftliche Leben. Die arabischen Herren hingegen konnten sich, wenn sie nicht gerade Krieg führten, der Faulheit hingeben.

In Ihrem Buch wollen Sie die These widerlegen, dass der arabische Sklavenhandel »farbenblind« gewesen, also ohne ein rassistisches Weltbild ausgekommen sei. Sie schreiben über islamische Gelehrte, die eine »natürliche Minderwertigkeit« der Schwarzen propagierten – lange vor den ersten europäischen Rassetheoretikern. Welche Beispiele gibt es dafür?

Als das subsaharische Afrika zu einem Hauptjagdgebiet des östlichen Sklavenhandels avancierte, wurde der schwarze Mensch aufgrund seiner Hautfarbe mit dem Dasein des Dieners identifiziert. Die Araber haben dies bequem mit ihren heiligen Schriften begründet. Sie haben mit rassistischen und religiösen Argumenten die Sklaverei gerechtfertigt, sogar von den Schwarzen, die zum Islam konvertiert waren. Der Aufstieg des transsaharischen und östlichen Sklavenhandels war unauflöslich mit Rassismus verknüpft. Obwohl schon altgriechische Denker versucht haben, den Charakter von Völkern mit den klimatischen Bedingungen zu erklären, unter denen sie leben, waren die Araber bei ihren Rassetheorien über Afrikaner am zynischsten.
http://jungle-world.com/artikel/2017/12/55963.html
 

--Cha\/ezz--

Moderator
Supporter
Dabei seit
31. Okt 2002
Beiträge
42.527
Eventuell gibt es in Zimbabwe gerade einen Coup. Im Harare ist Militär aufgefahren und hat angeblich einen Ring um Mugabes Wohnsitz gebildet.
 
Oben Unten