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Herzensangelegenheit

MZEE sammelt für Stolpersteine – Bilanz & Danksagung

Wir haben zum ers­ten Mal Spen­den für Stol­per­stei­ne gesam­melt. Hier fin­det Ihr alle rele­van­ten Infor­ma­tio­nen dazu.

Wie wir in unse­rem letz­ten Bericht bereits geschil­dert haben, haben wir in den letz­ten Jah­ren und vor allem auf der Tape­fa­brik 2024 wie­der flei­ßig Spen­den gesam­melt, um The­men und Ver­ei­ne zu unter­stüt­zen, die uns am Her­zen lie­gen. Ein Teil des Erlö­ses ging an den "Wild­was­ser e.V.", einen wei­te­ren Teil – ins­ge­samt 680 Euro – haben wir erst­mals auf­ge­wen­det, um Paten­schaf­ten für Stol­per­stei­ne zu über­neh­men. Ange­sichts der aktu­el­len poli­ti­schen Lage und des Rechts­rucks in Deutsch­land ist es uns wich­tig, ein Zei­chen gegen Anti­se­mi­tis­mus und Dis­kri­mi­nie­rung zu set­zen und die Erin­ne­rung an den Holo­caust auf­recht­zu­er­hal­ten – denn: "Nie wie­der ist jetzt!" Daher möch­ten wir uns von Her­zen bei all unse­ren Supporter:innen bedan­ken, denn damit haben wir nun einen Betrag von ins­ge­samt 16.169,64 Euro in den letz­ten zehn Jah­ren gespendet.

Falls euch die Stol­per­stei­ne noch kein Begriff sind, hier eine kur­ze Erklä­rung: Dabei han­delt es sich um "ein Pro­jekt, das [die] Erin­ne­rung an die Ver­trei­bung der Juden, der Sin­ti und Roma, der poli­tisch Ver­folg­ten, der Homo­se­xu­el­len, der Zeu­gen Jeho­vas und der Eutha­na­sie­op­fer im Natio­nal­so­zia­lis­mus leben­dig hält". Die Idee stammt vom Künst­ler Gun­ter Dem­nig, der sich seit den 90er Jah­ren für Men­schen­rech­te und das Geden­ken an den Holo­caust enga­giert. Die­se soge­nann­ten "Stol­per­stei­ne" sind klei­ne, qua­dra­ti­sche Mes­sing­ta­feln, die mit den Namen von NS-​Opfern ver­se­hen sind und die meist vor den letz­ten Wohn­häu­sern eben­je­ner in den Boden gelas­sen wer­den. Dem­nigs Inten­ti­on ist viel­fäl­tig: Ers­tens soll damit das Erin­nern im All­tag statt­fin­den und nicht nur an zen­tra­len Mahn- oder Denk­ma­len. Zwei­tens soll das Hin­un­ter­beu­gen, um die Inschrift der Stei­ne lesen zu kön­nen, einer ent­schul­di­gen­den Ver­beu­gung gegen­über den Opfern gleich­kom­men. Und drit­tens soll die Mar­kie­rung der Orte, von denen Men­schen depor­tiert wur­den und die oft im Zen­trum bewohn­ter Vier­tel lagen, deut­lich machen, dass die Behaup­tung man­cher Zeitzeug:innen, von den Vor­gän­gen nichts bemerkt zu haben, kri­tisch hin­ter­fragt wer­den muss. Mitt­ler­wei­le wur­den über 100 000 Stol­per­stei­ne ver­legt, davon mehr als 30 außer­halb Deutsch­lands. Durch eine Paten­schaft wer­den die Kos­ten von etwa 120 Euro für die Her­stel­lung und Ver­le­gung eines Steins gedeckt.

Auch in Zukunft wer­den wir wie­der Aktio­nen im Rah­men unse­rer "MZEE Her­zens­an­ge­le­gen­heit" pla­nen, um wich­ti­ge Orga­ni­sa­tio­nen und Initia­ti­ven zu unter­stüt­zen. Zugleich freu­en wir uns schon dar­auf, mit Euch wie­der zu fei­ern und dabei Gutes zu tun – am aller­liebs­ten als Teil unse­res Teams. Bei Inter­es­se wen­det Euch ger­ne per Mail an unse­re Redak­ti­on: redaktion@mzee.com.

(die MZEE​.com Redaktion)