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Adventskalender

Adventskalender: Türchen #22 – NAVACHA

In unse­rem dies­jäh­ri­gen Advents­ka­len­der befin­det sich hin­ter jedem Tür­chen ein Schatz aus dem Rap-​Kosmos, den unse­re Autor:innen die­ses Jahr neu für sich ent­deckt haben. Hin­ter die­sem Tür­chen ver­steckt sich der Künst­ler NAVACHA.

Hier sind sie: unse­re per­sön­li­chen High­lights aus 2025. Alle Jah­re wie­der gibt es so viel Span­nen­des im Rap­ga­me. Musik, Vide­os, Fil­me, Bücher und, und, und … Wer soll da noch den Über­blick behal­ten? Rich­tig: wir! Des­halb gibt's von uns die­ses Jahr unse­ren Advents­ka­len­der mit redak­ti­ons­in­ter­nen Emp­feh­lun­gen aus der Sub­kul­tur. Zeit für Refle­xio­nen: Wen haben wir per­sön­lich die­ses Jahr neu ent­deckt? Was wol­len wir Euch wärms­tens ans Herz legen? Und womit könnt Ihr Euch an den lan­gen Tagen zwi­schen Weih­nach­ten und Sil­ves­ter noch die Zeit vertreiben?

Viel­leicht kom­men Euch die obi­gen Zei­len merk­wür­dig bekannt vor. Wir haben für den Kalen­der unser bewähr­tes Instagram-​Format MZEE WEEKLY aus­ge­wei­tet. Hier lie­fern wir wöchent­lich kurz und knapp eine Emp­feh­lung und fra­gen Euch nach Euren eige­nen Ent­de­ckun­gen. Auf etwas mehr Raum prä­sen­tie­ren wir Euch also nun: MZEE YEARLY.

Wir freu­en uns dar­auf, Euch damit wie­der die Tage bis Weih­nach­ten etwas ver­sü­ßen zu kön­nen, und wün­schen Euch eine ent­spann­te, besinn­li­che Weih­nachts­zeit. Und auch wenn Ihr Weih­nach­ten nicht fei­ert, könnt Ihr hier bestimmt die ein oder ande­re Inspi­ra­ti­on für Eure frei­en Tage mitnehmen.

 

Manch­mal taucht ein Release genau in dem Moment auf, in dem man etwas braucht, ohne es bewusst zu suchen. So war es bei mir und NAVACHA. Eigent­lich woll­te ich nur kurz durch die neue freitag0uhr-​Liste skip­pen, doch der Track "Dua" hat mich sofort gestoppt. Ich hat­te NAVACHA vor­her nicht wirk­lich auf dem Schirm, aber die­ses eine Lied von ihm hat mich direkt getroffen.

Was mich an NAVA­CH­As Musik beein­druckt, ist die Art, wie er Stim­mun­gen beschreibt. Es gibt kei­ne gro­ßen Meta­phern oder Ähn­li­ches. Er schafft eine kras­se Melan­cho­lie, die direkt die See­le berührt. Er macht nichts kom­pli­zier­ter, als es ist. Viel­leicht hat er mich auch des­halb so mit­ge­nom­men, weil in die­sem Jahr für mich viel los war und sei­ne Tex­te genau in die­se Zei­ten gepasst haben. "Sind frei, seit­dem wir füh­len, dass unser Leben kein Pro­blem mehr ist, das wir lösen müs­sen." Die­se Zei­len haben mich mehr beschäf­tigt als vie­les ande­re, was ich 2025 gehört habe. Sie ver­su­chen nicht, künst­lich tief zu wir­ken. Sie sind ein­fach ehr­lich. Und genau das trifft mich. NAVA­CH­As Musik hat etwas Magi­sches und fast The­ra­peu­ti­sches. Ein Gefühl, das bleibt, ohne dass ich es groß erklä­ren kann.

Noch etwas, das mich beson­ders anspricht, ist, dass NAVACHA einem nichts auf­drückt. Er erzählt, ohne zu über­la­den. Er lässt Raum für eige­ne Gedan­ken, für Erin­ne­run­gen und für Gefüh­le, die ich lan­ge nicht mehr sor­tiert habe. Ich hat­te beim Hören oft das Gefühl, dass da jemand singt, der ein­fach ver­ste­hen will. Des­halb habe ich die­sen Künst­ler für den Advents­ka­len­der aus­ge­wählt. Nicht wegen irgend­ei­ner gro­ßen Sym­bo­lik, son­dern weil er mich die­ses Jahr wirk­lich beglei­tet hat. Beson­ders der Track "Dua" ist für mich einer der Songs, die man nicht laut hören muss, um sie zu füh­len. Er fin­det sei­nen Weg von selbst.

(Vivi­en Araya)
(Gra­fik von Anna Kop­ten­ko & Dani­el Fersch)