Hier sind sie: unsere persönlichen Highlights aus 2025. Alle Jahre wieder gibt es so viel Spannendes im Rapgame. Musik, Videos, Filme, Bücher und, und, und … Wer soll da noch den Überblick behalten? Richtig: wir! Deshalb gibt's von uns dieses Jahr unseren Adventskalender mit redaktionsinternen Empfehlungen aus der Subkultur. Zeit für Reflexionen: Wen haben wir persönlich dieses Jahr neu entdeckt? Was wollen wir Euch wärmstens ans Herz legen? Und womit könnt Ihr Euch an den langen Tagen zwischen Weihnachten und Silvester noch die Zeit vertreiben?
Vielleicht kommen Euch die obigen Zeilen merkwürdig bekannt vor. Wir haben für den Kalender unser bewährtes Instagram-Format MZEE WEEKLY ausgeweitet. Hier liefern wir wöchentlich kurz und knapp eine Empfehlung und fragen Euch nach Euren eigenen Entdeckungen. Auf etwas mehr Raum präsentieren wir Euch also nun: MZEE YEARLY.
Wir freuen uns darauf, Euch damit wieder die Tage bis Weihnachten etwas versüßen zu können, und wünschen Euch eine entspannte, besinnliche Weihnachtszeit. Und auch wenn Ihr Weihnachten nicht feiert, könnt Ihr hier bestimmt die ein oder andere Inspiration für Eure freien Tage mitnehmen.

Ich bin in der Regel ganz gut darin, den Sachen aus dem Weg zu gehen, die mich nicht so interessieren – auch wenn sie relevant sind und das nicht unbedingt für mich spricht. So auch im Fall von Mois. Natürlich war mir immer bewusst, wer Mois ist und mit wem er manchmal abhängt, aber so richtig mit ihm befasst habe ich mich nie. Und ehrlich gesagt wurden er und seine Videos mir auch selten vom Algorithmus angezeigt. Demzufolge ist sein "Absturz" gänzlich an mir vorbeigegangen – bis ich kürzlich den Podcast "DER ABSTURZ VON MOIS" von Fritz (rbb), ARD und BANKproduziert gehört habe.
Und wie soll ich es sagen? Meine Oma würde es vermutlich so ausdrücken: Ich bin vom Hocker gefallen. Nicht nur, dass die Geschichte mit allen Hintergründen und Abzweigungen wirklich gut erzählt wurde, es passieren auch sehr, sehr viele absurde Dinge. Positiv wie negativ. Meiner Meinung nach ist es den Personen, die an dem Projekt gearbeitet haben, gelungen, diese komplexe Geschichte kritisch zu beleuchten und gleichzeitig unterhaltend zu erzählen, ohne sich dabei über Mois lustig zu machen oder die Ernsthaftigkeit zu verlieren.
Man gerät dabei in einen Sog aus Irrungen und Wirrungen zwischen extremer Produktivität und den Abgründen zwischenmenschlicher Beziehungen. Es geht darüber hinaus auch um Drogen und eine Begegnung mit Ziegen in Xatars Goldmann Tower. Ich kann es wirklich empfehlen, die sechs Folgen zu hören und in den Werdegang der Persona Mois abzutauchen – vor allem, wenn man ein Faible für abgeschlossene Podcast-Reihen hat.
(Yasmina Rossmeisl)
(Grafik von Anna Koptenko & Daniel Fersch, Bild von Liam Tanzen)