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Adventskalender

Adventskalender: Türchen #14 – Pixadores (Film)

In unse­rem dies­jäh­ri­gen Advents­ka­len­der befin­det sich hin­ter jedem Tür­chen ein Schatz aus dem Rap-​Kosmos, den unse­re Autor:innen die­ses Jahr neu für sich ent­deckt haben. Hin­ter die­sem Tür­chen ver­steckt sich die Doku­men­ta­ti­on "Pix­a­do­res".

Hier sind sie: unse­re per­sön­li­chen High­lights aus 2025. Alle Jah­re wie­der gibt es so viel Span­nen­des im Rap­ga­me. Musik, Vide­os, Fil­me, Bücher und, und, und … Wer soll da noch den Über­blick behal­ten? Rich­tig: wir! Des­halb gibt's von uns die­ses Jahr unse­ren Advents­ka­len­der mit redak­ti­ons­in­ter­nen Emp­feh­lun­gen aus der Sub­kul­tur. Zeit für Refle­xio­nen: Wen haben wir per­sön­lich die­ses Jahr neu ent­deckt? Was wol­len wir Euch wärms­tens ans Herz legen? Und womit könnt Ihr Euch an den lan­gen Tagen zwi­schen Weih­nach­ten und Sil­ves­ter noch die Zeit vertreiben?

Viel­leicht kom­men Euch die obi­gen Zei­len merk­wür­dig bekannt vor. Wir haben für den Kalen­der unser bewähr­tes Instagram-​Format MZEE WEEKLY aus­ge­wei­tet. Hier lie­fern wir wöchent­lich kurz und knapp eine Emp­feh­lung und fra­gen Euch nach Euren eige­nen Ent­de­ckun­gen. Auf etwas mehr Raum prä­sen­tie­ren wir Euch also nun: MZEE YEARLY.

Wir freu­en uns dar­auf, Euch damit wie­der die Tage bis Weih­nach­ten etwas ver­sü­ßen zu kön­nen, und wün­schen Euch eine ent­spann­te, besinn­li­che Weih­nachts­zeit. Und auch wenn Ihr Weih­nach­ten nicht fei­ert, könnt Ihr hier bestimmt die ein oder ande­re Inspi­ra­ti­on für Eure frei­en Tage mitnehmen.

 

Die Doku­men­ta­ti­on "Pix­a­do­res" hat alles geschafft, was ein guter Film schaf­fen muss: Sie hat mich zum Lachen gebracht, zum Nach­den­ken, hat mich stau­nen las­sen und tief berührt.

Pix­a­do­res, das sind Men­schen, wel­che die Kunst des Pix­a­ção aus­üben: eine Kunst der Rebel­li­on, die sie selbst ver­mut­lich so nie beti­teln wür­den. Graf­fi­ti von Men­schen, die in Bra­si­li­ens Fave­las leben und sich gegen eine Gesell­schaft auf­leh­nen, die sie unsicht­bar wer­den lässt und ihnen kei­ne Beach­tung schenkt. Aber mit den rie­si­gen Buch­sta­ben, die sich von den höchs­ten Punk­ten São Pau­los her­un­ter­han­geln, sind sie nicht zu über­se­hen. Sie sind eine Auf­leh­nung gegen ein Sys­tem, das Men­schen in Armut ver­gisst. Durch die­se Schrift­zü­ge sind die Men­schen dahin­ter ver­ewigt. So pathe­tisch, wie das klin­gen mag, ist es auch – und das beweist jede Sekun­de die­ser Doku.

Bereits 2014 kam der Film von Regis­seur Amir Arsa­mes Escan­da­ri und Pro­du­zen­tin Miia Haa­vis­to her­aus, aber ich habe ihn erst die­ses Jahr für mich ent­deckt und gleich zwei­mal in einem Jahr ange­se­hen. Dank des Inde­pen­dent Film­ver­leihs Rotz­frech Cine­ma hat es die­se wun­der­ba­re Doku auch in die deut­schen Kinos geschafft. An Orte, an denen man sich voll und ganz dar­auf ein­lässt – genau richtig.

(Yas­mi­na Rossmeisl)
(Gra­fik von Anna Kop­ten­ko & Dani­el Fersch)