Hier sind sie: unsere persönlichen Highlights aus 2025. Alle Jahre wieder gibt es so viel Spannendes im Rapgame. Musik, Videos, Filme, Bücher und, und, und … Wer soll da noch den Überblick behalten? Richtig: wir! Deshalb gibt's von uns dieses Jahr unseren Adventskalender mit redaktionsinternen Empfehlungen aus der Subkultur. Zeit für Reflexionen: Wen haben wir persönlich dieses Jahr neu entdeckt? Was wollen wir Euch wärmstens ans Herz legen? Und womit könnt Ihr Euch an den langen Tagen zwischen Weihnachten und Silvester noch die Zeit vertreiben?
Vielleicht kommen Euch die obigen Zeilen merkwürdig bekannt vor. Wir haben für den Kalender unser bewährtes Instagram-Format MZEE WEEKLY ausgeweitet. Hier liefern wir wöchentlich kurz und knapp eine Empfehlung und fragen Euch nach Euren eigenen Entdeckungen. Auf etwas mehr Raum präsentieren wir Euch also nun: MZEE YEARLY.
Wir freuen uns darauf, Euch damit wieder die Tage bis Weihnachten etwas versüßen zu können, und wünschen Euch eine entspannte, besinnliche Weihnachtszeit. Und auch wenn Ihr Weihnachten nicht feiert, könnt Ihr hier bestimmt die ein oder andere Inspiration für Eure freien Tage mitnehmen.
Die Dokumentation "Pixadores" hat alles geschafft, was ein guter Film schaffen muss: Sie hat mich zum Lachen gebracht, zum Nachdenken, hat mich staunen lassen und tief berührt.
Pixadores, das sind Menschen, welche die Kunst des Pixação ausüben: eine Kunst der Rebellion, die sie selbst vermutlich so nie betiteln würden. Graffiti von Menschen, die in Brasiliens Favelas leben und sich gegen eine Gesellschaft auflehnen, die sie unsichtbar werden lässt und ihnen keine Beachtung schenkt. Aber mit den riesigen Buchstaben, die sich von den höchsten Punkten São Paulos herunterhangeln, sind sie nicht zu übersehen. Sie sind eine Auflehnung gegen ein System, das Menschen in Armut vergisst. Durch diese Schriftzüge sind die Menschen dahinter verewigt. So pathetisch, wie das klingen mag, ist es auch – und das beweist jede Sekunde dieser Doku.
Bereits 2014 kam der Film von Regisseur Amir Arsames Escandari und Produzentin Miia Haavisto heraus, aber ich habe ihn erst dieses Jahr für mich entdeckt und gleich zweimal in einem Jahr angesehen. Dank des Independent Filmverleihs Rotzfrech Cinema hat es diese wunderbare Doku auch in die deutschen Kinos geschafft. An Orte, an denen man sich voll und ganz darauf einlässt – genau richtig.
(Yasmina Rossmeisl)
(Grafik von Anna Koptenko & Daniel Fersch)
