Jekkson & Skuff One – Kurskorrektur des Universums

Affe sieht. Affe tut.
Die Buffi-​Brüder bas­teln. Und was machst du?

Mon­key See Mon­key Do sind eher im Unter­grund ange­sie­delt, wes­we­gen das Künst­ler­kol­lek­tiv wohl den wenigs­ten ein Begriff sein dürf­te. Und wäh­rend Crew­kol­le­ge Ret­to schon den ein oder ande­ren Hit auf You­Tube gelan­det hat, hat man von Jekkson & Skuff One bis­her weni­ger gehört. Ob das sei­ne Grün­de hat, wird sich auf ihrem Album "Kurs­kor­rek­tur des Uni­ver­sums" zei­gen …

Für ihr ers­tes gemein­sa­mes Release haben die bei­den direkt ganz schön was vor­ge­legt: 16 Tracks mit über einer Stun­de Lauf­zeit. Meis­tens geht es dabei um den Kon­sum von Gras, die eige­ne Musik und die Degra­die­rung der Musik ande­rer. Den­noch wird das Album glück­li­cher­wei­se kein Stück lang­wei­lig. Ganz im Gegen­teil – die The­men des Duos wech­seln sich aus­rei­chend ab und auch der oft als Fea­ture ver­tre­te­ne Ret­to bringt eine gewis­se Varia­ti­on in die Plat­te: Er steu­ert mit sei­ner mar­kan­ten, an Reggae-​Gesang erin­nern­den Stim­me die ein oder ande­re Ohr­wurm­hook bei. Doch auch Jekkson & Skuff One über­zeu­gen mit ihren gera­de­zu ein­zig­ar­ti­gen Stim­men und diver­sen Varia­tio­nen beim Ein­satz der­sel­bi­gen. Außer­dem wis­sen die bei­den mit Wor­ten umzu­ge­hen und erfri­schen etwa mit unge­wöhn­li­chen Ver­glei­chen wie "faul wie Gang­rän" sowie oft ein­ge­streu­ter Gesell­schafts­kri­tik. Letz­te­re gip­felt dabei in dem ein­zi­gen eher düs­te­ren Track "Atom­schmutz­bun­ker", wel­cher den Kon­sum­zwang der Welt an den Pran­ger stellt. Von die­sem Aus­rei­ßer abge­se­hen, kommt mit der Mischung aus klas­si­chem Boom bap-​Sound und jaz­zi­gen Sam­ples sonst stets gute Kopfnicker-​Laune auf. "Denn das S & das J & das R brau­chen nur Jazz mit Fag­got und 'ner Sna­re." Und für die dazu nöti­gen Pro­duk­tio­nen haben sie des­we­gen durch­ge­hend selbst gesorgt.

"Kurs­kor­rek­tur des Uni­ver­sums" ist unterm Strich ein rund­um gelun­ge­nes Album und Jekkson & Skuff One zei­gen, dass sie sowohl Producer- als auch Rap-​technisch eini­ges auf dem Kas­ten haben. Bleibt also zu hof­fen, dass ihr Ver­such der Kor­rek­tur des Kur­ses, den das Rap­uni­ver­sum aktu­ell ein­schlägt, nicht nur bei Unter­grund­ken­nern Anklang fin­det.

(Lukas Päck­ert)