CONNY

Rap und Thea­ter – wie geht das eigent­lich zusam­men? So recht kann man sich das nicht vor­stel­len, doch genau das hat CONNY in sei­nem Stück "Lie­der über Lara" ver­eint. Eigent­lich woll­ten wir uns mit dem Mit­glied von Der Plot über sei­nen Büh­nen­wech­sel und den Unter­schied zwi­schen dem Ver­fas­sen eines Song­tex­tes und eines Thea­ter­stücks unter­hal­ten – 30 Minu­ten waren ange­dacht. Am Ende schweif­ten wir völ­lig ab und unter­hiel­ten uns gut eine Stun­de über sein ers­tes Stück als Autor, Femi­nis­mus, Romeo und Julia als schlech­tes Bei­spiel für Roman­tik und sei­ne musi­ka­li­sche Zukunft.

MZEE​.com: Gemein­sam mit dem metro­pol Thea­ter Köln ist "Lie­der über Lara" im Sti­le eines Thea­ter­stücks ent­stan­den, das dort auch auf die Büh­ne gebracht wird. Hat dich das Thea­ter schon län­ger gereizt? Was macht die Arbeit dort für dich aus?

CONNY: Ich habe vor­her nicht fürs Thea­ter geschrie­ben, aber es hat mich schon immer fas­zi­niert. Ich mag am Thea­ter die­se Unmit­tel­bar­keit – dass du dem Schau­spie­ler direkt in die Augen schaust und sei­ne Emo­ti­on siehst. Sei­ne Emo­ti­on muss so echt sein, dass er sie in dem Moment, in dem er sie für dich spielt und das viel­leicht auch schon zum zehn­ten oder zwölf­ten Mal, wirk­lich fühlt, damit es funk­tio­niert. Das hat immer eine gro­ße Fas­zi­na­ti­on für mich aus­ge­macht. Vor allem, wenn man mal gute und weni­ger gute Stü­cke gese­hen hat und den Unter­schied erfährt. Mein Vater hat mich oft ins Thea­ter mit­ge­nom­men und jetzt auch, seit­dem ich eher allei­ne gehe, habe ich ein­fach viel Spaß dar­an. Als ich die­se Idee für eine Geschich­te hat­te, woll­te ich das direkt als Thea­ter­stück umset­zen.

MZEE​.com: Inwie­weit warst du in die Umset­zung des Stücks invol­viert?

CONNY: Total stark. Ich war von Anfang an bei allen Pro­ben dabei. Also, das Gan­ze ist in etwa so ent­stan­den: Ich hat­te die grund­sätz­li­che Idee für das Thea­ter­stück, als ich mit Elm­äx eigent­lich für Text­ide­en gebrain­stormt habe. Und dabei kam die Idee von einem Typen auf, der eine Par­ty ver­an­stal­tet hat, auf der alle viel Spaß haben. Aber er war­tet eigent­lich nur auf eine Frau, die er wie­der­se­hen möch­te. Und das ist ja im End­ef­fekt die Sto­ry von "The Gre­at Gats­by". Das war mir beim Brain­stor­men tat­säch­lich gar nicht so klar, aber je län­ger ich am Stoff gear­bei­tet habe, des­to deut­li­cher ist mir das gewor­den. Die Idee hat mich dann sofort gepackt und ich habe zu Max gesagt, dass ich da mehr draus machen möch­te als nur einen Song. Dann habe ich so ein biss­chen die­se Idee ent­wi­ckelt und hab' Marei­ke Marx, der Lei­te­rin vom metro­pol Thea­ter, davon erzählt und ihr gesagt, dass ich Lust hät­te, ein Thea­ter­stück zu machen. Sie sag­te dann, dass sie auch Lust hät­te, die­ses Pro­jekt mit mir zusam­men zu ent­wi­ckeln. Ich habe dar­auf­hin das Stück rich­tig wie ein Dreh­buch geschrie­ben. Wir haben uns zwi­schen­durch immer wie­der getrof­fen und sie hat mir Feed­back gege­ben. Als dann das fer­ti­ge Dreh­buch stand, haben wir uns einen Regis­seur und Schau­spie­ler gesucht und haben dann ange­fan­gen, die Sze­nen, die ich geschrie­ben habe, auf die Büh­ne zu brin­gen. Das war dann auch der Punkt, an dem ich mei­nen eigent­li­chen Job gekün­digt habe, weil ich gemerkt habe, dass das schon ein gan­zes Stück Arbeit wer­den wür­de. Das wäre ansons­ten auch in der Form nicht mög­lich gewe­sen. Ich hät­te es nicht betreu­en kön­nen. Und dann war ich zwei bis drei Mal die Woche von 10 bis 16 Uhr da und habe die gan­zen Sze­nen beglei­tet. Der Regis­seur hat die Sze­nen insze­niert und wir haben gemerkt, an wel­chen Stel­len was fehlt oder wo man etwas nach­jus­tie­ren muss. Also, letz­ten Endes, wenn du das Stück besuchst, dann siehst du zwar eine Ent­wick­lung im Ver­gleich zu dem, was ich ursprüng­lich geschrie­ben habe, aber den­noch ist der Groß­teil der Tex­te von mir.

MZEE​.com: Es muss ja total span­nend für dich gewe­sen sein, kom­plett neu in die­se Welt ein­zu­stei­gen.

CONNY: Abso­lut, das ist eine ganz beson­de­re Erfah­rung für mich gewe­sen. Allein zu sehen, wie ein Regis­seur arbei­tet und wie er die Schau­spie­ler insze­niert. Als jemand, der Spaß an Thea­ter, Film oder gene­rell an dar­stel­len­der Kunst hat, mit­zu­be­kom­men, wie Emo­tio­nen insze­niert wer­den, wie Spra­che insze­niert wird … Ich bin ja sel­ber dar­stel­len­der Künst­ler. Was ich auf der Büh­ne mache, hat ja auch was damit zu tun. Im Rap gibt es immer die­se Authen­ti­zi­täts­de­bat­te und es geht immer dar­um, dei­nen Text auch zu füh­len. Aber ich habe für mich immer schon die­ses thea­ter­mä­ßi­ge Gefühl auf der Büh­ne erlebt, weil ich ja letz­ten Endes trotz­dem mei­ne Gefüh­le häu­fig über­trei­be, um sie poe­tisch dar­zu­stel­len. Das ist ja der poe­ti­sche Moment, wenn Sachen mit Meta­phern aus­ge­schmückt wer­den, wenn ein biss­chen Pathos dazu­kommt und Gefüh­le noch mal inten­si­ver und kras­ser aus­ge­lebt wer­den. Und das ist auch das, was im Thea­ter pas­siert ist. Das war sowohl für mein eige­nes Dar­stel­len auf der Büh­ne inter­es­sant als auch als Fan die­ses Thea­ter­for­mats.

MZEE​.com: Wel­che Leu­te besu­chen das Thea­ter­stück? Sind das teil­wei­se auch Plot-​Fans, die extra wegen dir hin­kom­men?

CONNY: Ja, da gab es schon ein paar außer­ge­wöhn­li­che Momen­te, wo Leu­te extra aus Ham­burg oder Stutt­gart gekom­men sind, sich ein Hotel neh­men, das Stück anschau­en und am nächs­ten Tag wie­der nach Hau­se fah­ren. Das ist schon krass und da bin ich auch super hap­py, dass wir so Hardcore-​Fans haben. Auf der ande­ren Sei­te haben wir aus Köln sehr gemisch­tes Publi­kum. In Köln gibt es sehr vie­le klei­ne, freie Thea­ter, wodurch es auch ein gro­ßes Publi­kum mitt­le­ren Alters, so will ich es mal nen­nen, gibt. Es sind aber auch jun­ge, unter 20-​jährige Leu­te da, die ein­fach von der The­ma­tik ange­tan sind, weil es ja auch viel um Online-​Dating und Tin­der – also moder­ne Roman­tik – geht. Dann hat man mit deut­schem Hip­Hop natür­lich eine der ange­sag­tes­ten Musik­rich­tun­gen über­haupt, was für jun­ge Leu­te natür­lich auch super­in­ter­es­sant ist. Wir haben bis­her neun Vor­stel­lun­gen gespielt und ich kann echt nicht sagen, dass es eine Haupt­ziel­grup­pe gibt.

MZEE​.com: Hat sich dei­ne Her­an­ge­hens­wei­se an die Songs geän­dert? Gera­de im Hin­blick dar­auf, dass ja nicht nur Rap-​affine Leu­te im Publi­kum sit­zen.

CONNY: Es war ganz anders, die­se Songs zu schrei­ben, als in mei­nem nor­ma­len Pro­zess, aber ich muss ganz ehr­lich sagen, dass ich nicht wirk­lich auf die Ziel­grup­pe geach­tet habe. Ich glau­be, dass wir mit dem Plot auch schon immer Songs gemacht haben, die Wert auf Spra­che und The­men gelegt haben. Ich hat­te nicht das Gefühl, dass ich mich jetzt irgend­wie mit mei­nen Schimpf­wör­tern zurück­hal­ten muss, weil das eh nie Teil mei­ner Musik war. Es ist aber so anders, wenn man aus einer ande­ren Per­so­na, einem Alter Ego einen Text schreibt, als wenn ich mich hin­set­ze und aus mei­nen eige­nen Gefüh­len und Erfah­run­gen ver­su­che, einen Song zu machen. Als ich die Songs geschrie­ben habe, hat­te ich schon zu 60 bis 70 Pro­zent des Stücks geschrie­ben und wuss­te, in wel­cher Sze­ne Lou­is (Anm. d. Red.: der Prot­ago­nist des Stücks) wel­che Gefüh­le emp­fin­det. In einer Sze­ne kommt er gera­de aus einer Situa­ti­on, in der er sich gestrit­ten hat, in einer ande­ren Sze­ne ist er ver­zwei­felt … Und dann habe ich gesagt: Er hat die­ses Gefühl, er ist die­se Per­son und wür­de jetzt das und das sagen. Sonst, wenn ich einen Song mache, der von mir pri­vat kommt, dann den­ke ich auch noch mal ganz anders über die Aus­sa­gen nach. Möch­te ich die­se pri­va­te Aus­sa­ge auf You­Tube stel­len oder möch­te ich sie nach außen tra­gen? Kann ich das sagen? Ist das viel­leicht pein­lich? Wür­de ich das viel­leicht zu mei­ner Freun­din abends im Bett sagen, aber auf kei­nen Fall auf einer Büh­ne? Die­se Fra­gen stel­len sich eben nicht, weil die­se Per­son kom­plett mei­nem Kopf ent­sprun­gen und fik­tiv ist. Das hat mir an vie­len Stel­len einen gro­ßen Frei­raum gege­ben. Ich hat­te auch das Gefühl, dass die Songs schnel­ler ent­ste­hen konn­ten, weil ich nicht das Paket mei­nes Pri­vat­le­bens mit­ge­zo­gen habe.

MZEE​.com: Und an wel­cher Stel­le hast du gemerkt, dass dort bes­ser ein Song passt, anstatt die sel­be The­ma­tik schau­spie­le­risch dar­zu­stel­len?

CONNY: Das ist eine gute Fra­ge. (über­legt) Also, an man­chen Stel­len war es sehr prak­tisch gedacht. Manch­mal gab es tat­säch­lich einen Sprung, der in mei­nem Kopf schlüs­sig war, weil ich wuss­te, wo sich der Cha­rak­ter befin­det. Zwi­schen Akt zwei und Akt drei gibt es einen grö­ße­ren emo­tio­na­len Sprung. Mein Prot­ago­nist ist am Anfang ganz eupho­risch und glaubt, dass er die­se Lara-​Person fin­den kann. Die EP fängt ja mit dem Song "Gats­by" an und er ist so ein über­heb­li­cher Typ, der sehr von sich über­zeugt ist. Er glaubt halt: "Mir gehört die Welt, ich kann die­se Lie­be zu mei­ner eige­nen machen." Das Gan­ze wird aber über das Stück ver­teilt immer weni­ger und er erkennt, dass er das Gan­ze doch nicht so in der Hand hat. Und ich hab' gemerkt, dass es an man­chen Stel­len so einen Sprung in der Emo­tio­na­li­tät gibt – von selbst­be­wusst wird es zu unsi­cher, wird es zu Zwei­feln, wird es zu ver­zwei­felt. Die Songs haben im Stück eine hel­fen­de Rol­le für den Zuschau­er, die emo­tio­na­le Trans­for­ma­ti­on bes­ser nach­voll­zie­hen zu kön­nen. Das hilft total, weil ich in mei­nen Augen in einem Song viel emo­tio­na­le Trans­for­ma­ti­on ver­mit­teln kann, für die ich viel­leicht zehn Minu­ten spie­len müss­te. Klar kann man das auch alles dar­stel­len, aber das ist ein­fach eine ande­re Art und Wei­se. Und ich fin­de es sehr erfri­schend, mit­zu­be­kom­men, wie man so eine Stim­mung plötz­lich pflan­zen kann. Mal ein kon­kre­tes Bei­spiel: Es gibt nach 45 Minu­ten eine Pau­se im Stück und der ers­te Teil endet, wenn sich Lou­is und Lara wirk­lich nahe­kom­men. Der zwei­te Teil beginnt dann mit dem Song "Vom Ver­ges­sen", der eine sehr melan­cho­li­sche Stim­mung hat. Am Ende des ers­ten Teils ist eine rich­tig gute Stim­mung im Saal, weil wir vor­her auch ein paar Lacher drin haben. Die Zuschau­er gehen gut gelaunt in die Pau­se, trin­ken sich ihren Rot­wein und set­zen sich dann wie­der hin. Es ist schwarz und dann fängt die­ses Klavier-​Intro von "Vom Ver­ges­sen" an, ich per­for­me den Song und man merkt, wie die Leu­te ihren Atem anhal­ten, weil sie sich den­ken: "Okay, was ist pas­siert?" Die Stim­mung kippt inner­halb von drei Minu­ten und das fin­de ich immer wie­der sehr beein­dru­ckend, wie die­ses Ele­ment der Musik an die­ser Stel­le die Stim­mung des Zuschau­ers auch kom­plett mit­neh­men kann. Das fin­de ich dra­ma­tur­gisch super­in­ter­es­sant und das ist auch die Rol­le, die die Songs so ein­neh­men.

MZEE​.com: Wie reagiert dann das Publi­kum? Wie ich das ver­ste­he, spie­len die Schau­spie­ler ihren Part. Dann gibt es einen Break von Schau­spiel zu Musik und du kommst auf die Büh­ne, oder?

CONNY: Wäh­rend die Schau­spie­ler spie­len, bin ich auch teil­wei­se auf der Büh­ne sicht­bar. Ich habe eine klei­ne, nicht spre­chen­de Rol­le in dem Stück – und zwar bin ich der Bar­kee­per auf den Par­tys. Das ist eigent­lich eine ganz sym­pa­thi­sche Mög­lich­keit, mich als stum­me Rol­le unter­zu­brin­gen, ohne dass alle jedes Mal abge­hen müs­sen, wenn ein Song kommt.

MZEE​.com: Das hat­te ich mir näm­lich erst gedacht, dass es da einen radi­ka­len Schnitt gibt. Aber so ist das ja sehr gut gelöst.

CONNY: Total. Am Anfang hat Lou­is einen Mono­log und man weiß noch nicht genau, wo die Rei­se hin­ge­hen wird. Und dann fängt das Vocal-​Sample des Songs "Gats­by" an und jemand kommt auf die Büh­ne, steht 30 Zen­ti­me­ter vor einem und rappt. Ich glau­be, Leu­te, die nicht wis­sen, dass in dem Stück gerappt wird, fra­gen sich erst­mal: "Oha, wer ist er jetzt? Was pas­siert denn hier?" Aber das ist geil. Die­ses kur­ze Irri­ta­ti­ons­mo­ment mag ich ger­ne. Es macht Spaß, in die Gesich­ter der Leu­te zu schau­en und deren Reak­ti­on zu sehen. Aber spä­tes­tens nach dem drit­ten oder vier­ten Song wis­sen sie, dass das ein Stil­ele­ment ist und dazu­ge­hört.

MZEE​.com: Du hast dich ja jetzt auch als Autor selbst­stän­dig gemacht. Ste­hen wei­te­re Pro­jek­te an?

CONNY: Genau, ich hab' mei­ne vor­he­ri­ge Arbeit vor­erst auf­ge­ge­ben und ich möch­te mich jetzt wirk­lich mal eine län­ge­re Zeit aufs Schrei­ben kon­zen­trie­ren. Durch­aus auf Musik, aber auch auf ande­re Sachen. Es ist gar nicht aus­schließ­lich Thea­ter, was ich fokus­sie­ren möch­te. Ich hab' ein­fach grund­sätz­lich Spaß am Text­schrei­ben. Ich hab' tat­säch­lich auch eine wei­te­re Idee für ein Thea­ter­stück und mit mei­ner Ver­bin­dung zum metro­pol Thea­ter halt eine sehr gute Platt­form. Aber ich hab' auch rich­tig Bock, mal ein Buch zu schrei­ben – das kann alles sein. Ein Sach­buch, ein Roman oder auch eine Novel­le.

MZEE​.com: Gibt es denn sozi­al­kri­ti­sche oder poli­ti­sche The­men, denen du dich anneh­men möch­test?

CONNY: Als ich die Ent­schei­dung getrof­fen habe, mei­nen Job auf­zu­ge­ben und mich der Kunst zu wid­men, hat­te ich das Gefühl, dass die wei­te­ren Sachen, die ich schrei­be, eine poli­ti­sche Kom­po­nen­te haben sol­len. Ich mer­ke, dass das in mei­ner per­sön­li­chen Ein­stel­lung immer wich­ti­ger wird. Es wur­de ja auch in letz­ter Zeit viel über künst­le­ri­sche Ver­ant­wor­tung dis­ku­tiert. Auch über Kunst­frei­heit, vor allem im Rah­men der Geschich­te um Kol­le­gah und Farid Bang mit dem Echo. Da habe ich viel drü­ber nach­ge­dacht und möch­te das zumin­dest für mich per­sön­lich so beant­wor­ten, dass ich eine gewis­se Ver­ant­wor­tung habe. Ich bin sehr pri­vi­le­giert, dass ich das machen kann. Es kann sich ja auch nicht jeder leis­ten, sei­nen Job in einer deut­schen Groß­stadt zu kün­di­gen, wo die Lebens­hal­tungs­kos­ten nicht uner­heb­lich sind, sich erst mal andert­halb Jah­re hin­zu­set­zen und ein­fach zu schrei­ben. Was die poli­ti­sche und sozia­le Schie­ne angeht, beschäf­ti­ge ich mich gera­de viel mit dem Femi­nis­mus. Und ich möch­te das sehr ger­ne the­ma­ti­sie­ren und noch wei­ter in mei­ne Kunst ein­brin­gen. Ich arbei­te auch schon län­ger an einem Kon­zept für ein neu­es musi­ka­li­sches Release, indem ich mich mit femi­nis­ti­schen The­men aus­ein­an­der­set­zen möch­te.

MZEE​.com: Kannst du schon kon­kre­ter etwas dar­über sagen, wie du die­sen Femi­nis­mus ein­flie­ßen las­sen möch­test?

CONNY: Beim Femi­nis­mus den­ken eigent­lich immer alle, dass es aus­schließ­lich um Frau­en und Frau­en­rech­te geht. Für mich ist aber die wich­tigs­te Erkennt­nis aus mei­ner Aus­ein­an­der­set­zung damit, dass es dar­um geht, grund­sätz­lich von Geschlech­ter­rol­len weg­zu­kom­men. Also, erst mal von Geschlech­ter­rol­len, aber grund­sätz­lich davon, dass Men­schen Rol­len auf­grund ihrer Sexua­li­tät, ihrer sozia­len oder geo­gra­fi­schen Her­kunft und ihrer kör­per­li­chen Dis­po­si­tio­nen anneh­men. Ob behin­dert oder nicht behin­dert, ob sie groß oder klein sind – wie auch immer. Da wird super­viel sozia­le Rol­le auf Men­schen auf­ge­drückt und der Femi­nis­mus kämpft dafür, dass wir uns von die­sen Rol­len frei­ma­chen. Ich möch­te ver­su­chen, in mei­ner Musik die­se Rol­len und die ganz klas­si­schen Ide­en, die wir in der Gesell­schaft mit uns brin­gen und mit denen wir sozi­al inter­agie­ren, auf­zu­bre­chen. Musik zum Bei­spiel ist extrem gegen­dert und funk­tio­niert kom­plett in Geschlech­ter­rol­len. Die meis­te Musik, die ich so mit­be­kom­me, ist immer hete­ro­se­xu­ell. Lie­be funk­tio­niert in Pop­songs meis­tens auf die­sem "Star­ker Mann, schwa­che Frau"-Prinzip. Der Mann hat die­se "Tut mir leid, aber ich bin so"-Attitüde und es wird das Argu­ment bemüht, dass es in der Bio­lo­gie des Man­nes oder der Frau liegt, sich auf eine bestimm­te Art und Wei­se zu ver­hal­ten. Ich hab' das Gefühl, dass sich gera­de total viel bewegt. Femi­nis­ti­sche Bewe­gun­gen wie zum Bei­spiel #metoo wer­den sehr stark the­ma­ti­siert, aber auch im Klei­nen pas­siert viel. Ich den­ke da an Sachen wie die Art und Wei­se, wie wir schrei­ben. Du hast ja bestimmt schon­mal von Gender-​Sternchen oder Gender-​Unterstrich gehört. Die­se Sachen pas­sie­ren alle und es wird viel dar­über dis­ku­tiert. Man­che sagen, es sei unnö­tig, die ande­ren sagen, dass sowas wirk­lich ein tie­fer­ge­hen­des Den­ken und Denk­struk­tu­ren reprä­sen­tiert. Ich möch­te ver­su­chen, sowas lang­sam mal in der Pop­mu­sik unter­zu­brin­gen, weil ich fin­de, dass Pop­mu­sik manch­mal extrem mit­tel­al­ter­lich ist, was sol­che Ide­en angeht. Wir kon­su­mie­ren das aber so viel, dass es uns not­wen­di­ger­wei­se prä­gen muss. Ich habe in Songs auch ganz lan­ge die­se Art von Bestä­ti­gung gesucht, sodass ich es sel­ber total roman­tisch fand, so einen Song zu schrei­ben, der eben aus­sagt: "Baby­girl, du bist die Frau für mich, weil du zu Hau­se sitzt, wäh­rend ich, der nie zufrie­de­ne Künst­ler, im Regen um die Häu­ser zie­he und über dich nach­den­ke." Ich hab' für mich gemerkt: Letz­ten Endes repro­du­zie­ren wir immer nur die Rol­le. Aber was kann ich als Künst­ler machen, wenn ich da aus­bre­chen will? Wie kann ich das ändern? Ich hab' ein paar Ide­en, die ich machen will, und bin gespannt, wie das funk­tio­niert.

MZEE​.com: Wer da zur­zeit total mit bricht, ist Sam Van­ce Law. Er ist zwar kein Rap­per, hat aber ein Album raus­ge­bracht, das "Homo­to­pia" heißt und auf dem er Lie­bes­lie­der aus einer homo­se­xu­el­len Sicht schreibt. Kennst du ihn?

CONNY: Nee, bis­her noch nicht. Aber es gibt zum Bei­spiel auch von Frank Oce­an im Zuge sei­nes Outings einen Song, der "For­rest Gump" heißt. Vor­her hat Frank Oce­an ja auch Songs als männ­li­cher Prot­ago­nist über Frau­en gemacht – in dem Song singt er dann aber als Mann über einen Mann. Und das sind auch Sachen, mit denen ich mich beschäf­ti­ge. Wie kann ich mich als hete­ro­se­xu­el­le Per­son damit aus­ein­an­der­set­zen? Wel­che Mög­lich­kei­ten habe ich als Künst­ler, das zu bre­chen? Ich könn­te natür­lich einen homo­se­xu­el­len Prot­ago­nis­ten für mei­nen Song schrei­ben, der die­se Wor­te sagt, aber das müss­te ich für mich auch erst ein­mal bau­en. Das habe ich halt noch nie gemacht. Ich wür­de jetzt kein gan­zes Album dar­aus machen, aber das sind so Fra­gen, mit denen ich mich beschäf­ti­ge.

MZEE​.com: Hier­zu­lan­de hat da Jui­cy Gay natür­lich einen Stein ins Rol­len gebracht.

CONNY: Ja, das ist sehr inter­es­sant und super, dass die­se Sachen pas­sie­ren. Man merkt natür­lich, dass es einen nicht uner­heb­li­chen Back­lash gibt. Im Femi­nis­mus wird häu­fig gesagt, dass wenn der Back­lash stark ist, es nur zeigt, wie tief ver­wur­zelt die­se Gefüh­le sind, wenn man plötz­lich anfängt, damit zu bre­chen. Das heißt also, je stär­ker der Hass ist, den du dafür bekommst, des­to mehr Bestä­ti­gung hast du, wie wich­tig es ist oder was für ein grund­sätz­li­ches The­ma du ange­spro­chen hast. Das find' ich auch ziem­lich krass. Mit mei­nem Pro­jekt will ich hin­ter­fra­gen, wie man über Sachen spricht – also, nicht nur den Inhalt, son­dern vor allem die Spra­che. Ich hab' letz­tens einen Text geschrie­ben und eine Zei­le rein­ge­schrie­ben, die unge­fähr sowas sag­te wie: "Alle wol­len in der Kir­che, aber wir hei­ra­ten an einem ande­ren Ort." Und plötz­lich war die­ses Hei­ra­ten in mei­nem Text drin. Und das sind so Din­ge, die ich eigent­lich nicht mehr haben möch­te. Das ist zwar seit Neu­es­tem gleich­ge­schlecht­lich mög­lich, aber mit der kirch­li­chen Hei­rat ist ja impli­ziert, dass es eine hete­ro­se­xu­el­le Ver­bin­dung ist, weil Schwu­le oder Les­ben nicht in Kir­chen hei­ra­ten kön­nen. Eigent­lich ver­su­che ich eine Spra­che zu fin­den, die sowas nicht trans­por­tiert, aber plötz­lich hat­te ich das im Text. Das ist ein­fach so im Kopf drin. Das fin­de ich total inter­es­sant zu mer­ken, wenn ich einen Text schrei­be: An wel­cher Stel­le wird es über­haupt offen­sicht­lich, um was für eine Bezie­hung es sich hier han­delt? Also, wann wird deut­lich, dass ein Mann mit einer Frau redet, und kann ich das auch irgend­wie raus­las­sen? Kann ich sozu­sa­gen gen­der­neu­tral schrei­ben?

MZEE​.com: Das ist natür­lich schon span­nend, weil es ein total schma­ler Grat ist, den du da betrittst.

CONNY: Abso­lut. Und es ist auch ziem­lich schwie­rig. Wenn ich jeman­dem die­se Zei­le zei­gen wür­de, wür­de der sich ver­mut­lich auch nicht mal an den Wor­ten Trau­ung, Kir­che und Hei­rat stö­ren, son­dern viel­leicht an ganz ande­ren Stel­len. Guck mal – Ali As und MoTrip haben mit "Ja" gera­de einen gan­zen Song dar­über gemacht. Ich bin halt gera­de in so einem Moment, in dem ich mich mit sowas beschäf­ti­ge – und dann fällt einem sowas natür­lich noch viel deut­li­cher auf. Ich stö­re mich qua­si an einer Zei­le und jemand hat einen kom­plet­ten Song dar­über. Es ist halt da. Die mei­nen das ja auch nicht böse – die den­ken da ein­fach nicht dran. Es ist ja auch unse­re Rea­li­tät in einer gewis­sen Art und Wei­se. Das ist für mich auch eine inter­es­san­te Sache am Femi­nis­mus: Ver­su­che zu hin­ter­fra­gen, was für dich all­täg­lich ist. Was du jeden Tag machst, wie du jeden Tag mit dei­nem Part­ner oder dei­ner Part­ne­rin redest, wie du dich ver­hältst oder wie du dich anziehst. Und wenn man sich dann selbst anfängt zu hin­ter­fra­gen, dann wird es für mich inter­es­sant. Das fin­de ich für mich per­sön­lich ein­fach span­nend, mich selbst zu beob­ach­ten. Was ich für einen Song schrei­be, um zwei Tage spä­ter wie­der drü­ber­zu­le­sen und zu sehen: "Ah ok, hier bist du ein Macho, da willst du sie so und so rum­krie­gen und da sagst du Flos­keln, die man eben so sagt." Die pas­sen auch alle in den Song, aber will ich die da über­haupt haben? Brau­che ich die über­haupt?

MZEE​.com: Aber du hast sie ja in "Lie­der über Lara" abso­lut ver­ar­bei­tet. Da geht es ja um Lou­is und Lara – du repro­du­zierst die­se Rol­len also auch …

CONNY: Das ist kor­rekt. Was das The­ma "Hete­ro­se­xua­li­tät" angeht, bin ich bei dem Stück erst mal abso­lut schul­dig. Ich wür­de ger­ne sagen, dass es ein femi­nis­ti­sches Stück ist, weil ich gera­de voll auf dem Trip bin, aber das kann ich gera­de nicht behaup­ten. Es gibt aber ein paar Aspek­te im Stück, die mir auch sehr wich­tig waren. Lara lässt Lou­is zum Bei­spiel auf­lau­fen. Dafür müss­te man aber das Stück sehen. Auf der EP ist es nur sei­ne Per­spek­ti­ve, die der Zuhö­rer mit­be­kommt – und das ist die, dass sie sich nicht mit ihm tref­fen will und er nicht an sie ran­kommt. Aber wenn man das Stück sieht, sieht man auch ihre Per­spek­ti­ve und es ist von ihrer Sei­te eine ganz bewuss­te Ent­schei­dung gegen ihn. Das ist auch einer mei­ner Lieb­lings­mo­men­te im Stück, wenn sie den Mono­log auf der Büh­ne hält, in dem sie sich von die­sem über­grif­fi­gen "Ich will, dass du mir gehörst" frei­macht. Und ich fin­de, das hat durch­aus einen femi­nis­ti­schen Aspekt. Und wenn du mal die Songs hörst, dann ach­te bei "Pflas­ter" drauf, ob du dabei sagen könn­test, dass ein Mann mit einer Frau spricht oder es viel­leicht gar nicht so deut­lich ist. In dem Kon­text der EP stellt sich die Fra­ge natür­lich nicht und es gibt auch Songs auf der EP, in denen ganz deut­lich ist, wel­ches Geschlecht gera­de Sub­jekt ist und wel­ches Objekt, weil ich es da nicht so kon­se­quent durch­ge­zo­gen habe. Da war das nicht der Fokus. Aber bei "Pflas­ter" ist das Geschlecht irrele­vant. Und das ist dir nicht mal auf­ge­fal­len – voll geil!

MZEE​.com: Ich habe ein kur­zes Zitat für dich, um noch mal auf das Thea­ter zurück­zu­kom­men: "Ein Dra­ma­ti­ker stirbt heu­te nicht ein­mal, son­dern mehr­mals, umge­bracht von den Regis­seu­ren sei­ner Stü­cke." Konn­test du dich zu hun­dert Pro­zent in der Arbeit ent­fal­ten oder gab es Ein­schnit­te, die du dul­den muss­test?

CONNY: Also, da rennst du bei mir offe­ne Türen ein. Eine Sache, an die ich häu­fig den­ken muss … Mit einer der Schau­spie­le­rin­nen saß ich mal nach einer Pro­be in der Bahn und ich mein­te zu ihr: "Oh nein, jetzt hat der mir auch noch die­se Stel­le gestri­chen." Und sie mein­te dar­auf so: "Kill your dar­lings." Sie mein­te das, glau­be ich, so, dass du, wenn du etwas raus­gibst, mit Kri­tik kon­fron­tiert wirst und nicht alle das so fei­ern, wie du es dir in dei­nem stil­len Käm­mer­lein aus­ge­dacht hast. Ich muss­te schon eini­ge Stel­len gehen las­sen, aber ich glau­be, dass du, wenn du kei­ne One-​Man-​Show machen willst, damit klar­kom­men musst, dass sich Sachen auch ver­än­dern. Und ich ken­ne das aus dem Band­ge­fü­ge. In der Band waren wir ja immer zu fünft und wenn ich mei­nen 16er prä­sen­tiert hab', dann war da nicht nur der Max, son­dern auch die ande­ren Jungs. Unser Drum­mer Domi­nic ist da das bes­te Bei­spiel, da er extrem auf den Flow ach­tet und weni­ger auf den Text. Ande­re Leu­te ach­ten auf ande­re Din­ge und ich fin­de, auch wenn es im ers­ten Moment total weh tut und man einen klei­nen Tod stirbt – um da dein Zitat zu neh­men –, dass es am Ende immer pro­duk­tiv ist. Mir hat bei der Arbeit nie jemand ver­sucht, einen Stein in den Weg zu legen.

MZEE​.com: Auf der EP beschreibst du auch den Zustand vom Ver­liebt­sein in das Ver­liebt­sein. Was, denkst du, ist das Schwie­rigs­te dar­an, sich das selbst ein­zu­ge­ste­hen? Ist es über­haupt nötig, dass man das tut?

CONNY: Viel­leicht liegt das an mei­nem Umfeld – ich bin ja mitt­ler­wei­le auch schon 31 –, aber in mei­nem Freun­des­kreis hat­te ich oft das Gefühl, dass vie­le jetzt auch drin­gend die­se Bezie­hung haben wol­len, die es dann auch wird. Die haben dann so alle zwei Wochen neue Per­so­nen ange­schleppt, sodass ich mir dann gedacht habe: "Ey, du willst es ein­fach nur so drin­gend. Man merkt so krass, dass du da ein­fach was for­cie­ren willst." Und dann ist da immer die­se Idee, dass man einen Part­ner braucht, um kom­plett zu sein. Leu­te haben mir tat­säch­lich eine Check­lis­te gezeigt, von der sie immer gespro­chen haben. Da steht drauf, wie der Part­ner sein muss. Die­ses Ver­liebt­sein ins Ver­liebt­sein ist halt auch oft aus so einem unbe­ding­ten Wil­len her­aus. Eigent­lich will ich ver­liebt sein und gar nicht die­se ande­re Per­son. Ich will ein Bild sein, die­ses #cou­ple­goals auf Insta­gram.  Und ich glau­be, es ist total schwie­rig, sich ein­zu­ge­ste­hen, weil es ein­fach Arbeit ist, mit einem Men­schen zusam­men zu sein und eine Bezie­hung zu füh­ren. Zusam­men woh­nen und stän­dig mit­ein­an­der zum Bei­spiel über die Gefüh­le zu reden, ist halt Arbeit und oft auch unan­ge­nehm. Für vie­le Men­schen ist das, glau­be ich, der schwie­rigs­te Moment, ein­zu­se­hen, dass Lie­be kein Ding ist, das von allei­ne funk­tio­niert. So nach dem Mot­to: "Wenn wir uns lie­ben, dann ist auch alles ande­re ein­fach." Das ist eine Sache, die häu­fig kol­por­tiert wird, aber mei­ner Mei­nung nach ist das nicht so. Ich will gar nicht sagen, dass Lie­be nur nega­tiv ist, aber es ist eben mit super­viel Arbeit ver­bun­den. Und ich habe das Gefühl, dass man das bei die­sen gan­zen Bil­dern nicht sieht. Oder man sieht mal eine Rom­Com, die zum Ende hin noch kurz einen Kon­flikt dar­stellt, den die bei­den dann auf magi­sche Wei­se doch lösen, und dann sind sie für den Rest des Lebens glück­lich. Nur weil du glau­ben kannst, dass du ver­liebt bist, heißt das ja noch lan­ge nicht, dass es am Ende "Romeo und Julia"-mäßig wird. Romeo und Julia ist der größ­te Fake, den es gibt. Die kom­men ja gar nicht zusam­men. Romeo und Julia unter­hal­ten sich ein­mal am Bal­kon und brin­gen sich dann bei­de um. Wie ist es eigent­lich gekom­men, dass die­ses Paar das Wahr­zei­chen der Roman­tik gewor­den ist, obwohl die nicht mal län­ger als 15 Minu­ten zusam­men waren?

MZEE​.com: Jetzt hast du oft gesagt, dass du wie­der eige­ne Musik machen willst. "Inter­ro­bang" mit dem Plot ist auch schon drei Jah­re her und es wur­de sehr ruhig um euch. Habt ihr in der Zwi­schen­zeit an neu­er Musik gear­bei­tet?

CONNY: Wir haben tat­säch­lich voll viel Musik gemacht. Ich habe letz­tens mal nach­ge­zählt und wir haben rund 30 Skiz­zen ange­fan­gen. Was uns ganz stark gefehlt hat, war eine Rich­tung. Nach jedem Album hat man uns vor­ge­wor­fen, dass kein roter Faden da ist – und das war auch nach "Inter­ro­bang" mal wie­der der Fall. Dar­auf­hin haben wir ein­fach ange­fan­gen, Musik zu machen, und gehofft, dass sich die­ser rote Faden ein­fach erge­ben wird, aber das hat er nicht. Dadurch haben wir viel Musik gemacht, aber wuss­ten nicht, in wel­chem Rah­men wir das raus­brin­gen. Wir hät­ten Sin­gles machen kön­nen, aber frü­her wären die halt ein­fach ver­pufft. Wir haben jetzt aber tat­säch­lich einen Rah­men gefun­den und einen Arbeits­ti­tel für ein neu­es Release. Vor Kur­zem haben wir den ers­ten Song dafür auf­ge­nom­men. Und ich bin auch nach wie vor sehr über­zeugt davon. Wir wol­len auch poli­ti­scher wer­den, weil wir vor­her auch immer recht unpo­li­tisch waren. Gera­de sieht es jeden­falls bes­ser denn je aus, dass dem­nächst wie­der ein paar Plot-​Sachen raus­kom­men.

(Sam Levin)
(Fotos von Chris­ti­an Wasen­mül­ler)