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anonymous_guest
27-04-2005, 21:51
Moinsen!
Habe vor kurzem angefangen meine ersten Texte zu schreiben, einfach so drauf los und fand das schonmal garnicht so schelcht. Allerdings habe ich überhaupt garkeine Ahnung wie ein Text aufgebaut ist (das Reimschema war etwa ABAB), und wieviel Zeilen der hat. Ihr seht also ich bin ein blutiger Anfänger, aber es wäre super nett wenn ihr mir mal so das nötigste kurz auflisten könntet!
MfG...;)
na gut, dann erklär ich dir das mal...
--> Texte Schreiben
Ein Patentrezept für gute Texte gibt es nicht. Jeder schreibt seine Texte auf eine andere
Art und Weise. Klar, dass es am Anfang nicht so klappt wie man es gerne möchte aber
durch ständiges schreiben wird auch die Qualität der Texte besser.
Hier ein paar Tipps, die euch weiterbringen:
--> Was ist zu beachten
- Ihr solltet ein Thema haben, oder zumindest wissen in welche Richtung der Text gehen soll.
- Manche Rapper schreiben nur auf Beats, manche nicht, manche nur teilweise. Wie ihr am
besten vorran kommt ist rein euch überlassen. Versucht dies oder jenes wenn ihr
euch noch nicht festgelegt habt.
- Macht euch ein Konzept was ihr zu sagen habt. Dies kann in Form eines Brainstorms,
Clusters oder änderen Methoden geschehen.
- Dann fangt ihr an zu schreiben.
- Driftet nicht vom Thema ab. Ein roter Faden ist immer gut, den gilt es zu behalten, weil
es sonst für den Zuhörer zu unübersichtlich und verwirrend wird.
- 16 zeilen sollten reichen, ansonsten ist es üblich halb oder doppelt so viel zu schreiben.
der reim kommt am ende einer zeile und alle zeilen haben in etwa gleich viele silben.
--> Hooks
Was sollen Hooks beinhalten?
Sie sollen den Inhalt nochmal kurz und knapp wiederspiegeln. Hierbei gibt es ebenfalls kein
Patentrezept. Versucht euch. Zieht ein Fazit oder führt den Gedanken zu Ende.
ich bin gerad in schreibstimmung, deshalb bekommst du noch ein paar rhetorische figuren.
du solltest du unbedingt auswendig lernen und steht anwenden, sonst
bist du ein wack mc.
Allegorie, die
Ein Sinnbild, d.h. eine Verbildlichung eines Abstraktums. Besonders häufig findet man
Allegorien (grch. allegorein: "etwas anderes sagen") in Form von Personifikationen.
|B]Beispiel:[/B]
Der Sensenmann als Sinnbild für das Wort "Tod"; die Justitia: eine Frau mit Augenbinde,
einer Waage und einem Schwert, deren Accessoires gleich für drei abstrakte Begriffe stehen:
die Gerechtigkeit, das Abwägen von Für und Wider und das (richtende) Urteil.
Ambiguität, die
Eine rhetorische Figur, das Doppel- und Mehrdeutigkeiten ausnutzt, um Begriffe, die an sich
ohne Beziehung sind, miteinander in Beziehung zu setzen. Dies gelingt im Speziellen unter
Verwendung von Wortspielen und Paronomasien. Besonders verbreitet sind Ambiguitäten in der
Werbe- und Marketingsprache. Das Werbeprodukt wird dann in Beziehung gesetzt zu einem
positiven Begriff, beispielsweise ein positives Lebensgefühl, eine schöne Geschichte oder
eine geistreiche, humoristische Wendung.
Beispiel:
Lieber arme Würstchen essen, als ein armes Würstchen sein: Müller-Würstchen!
Analogie, die
Keine rhetorische Figur im strengen Sinne, jedoch eine häufig verwendete Stilform, um
verwandte oder ähnliche Prinzipien oder Zusammenhänge miteinander in direkte Verbindung zu
setzen (grch. ana: an, wieder und logos: Wort, Rede). Der Analogieschluss ist eine
Übertragung von Sachverhalten im Sinne der Logik.
Beispiel:
Bei der Farbsupraleitung verhält es sich wie bei der klassischen Supraleitung in
Festkörpern: Fermionen finden sich zu Paaren zusammen und erhalten bosonischen Charakter.
Euphemismus, der
Unter dieser häufig verwendeten, rhetorischen Figur versteht man eine beschönigende
Beschreibung. Der Sprecher ersetzt einen unangenehmen oder tabuisierten Ausdruck durch
einen weniger Verletzenden, weniger Anstössigen. Motive für die Verwendung von Euphemismen
können demzufolge Rücksichtnahme, Pietismus, Optimismus, Manipulation (Werbung), aber auch
Ironie sein.
Beispiel:|/B]
Der Verblichene ist dahin geschieden.
[B]Hyperbel, die
In der Rhetorik bezeichnet das das Stilmittel der Übertreibung, um eine besondere Betonung
zu erzielen.
Beispiel:
todmüde; überpünktlich
Ironie, die
Ironie ist ein Stilmittel, bei dem Aussage und Bedeutung differieren. Der Sprecher möchte
Distanz zum Gesagten, zum Gesprächspartner oder gar zu sich selbst (Selbstironie) einnehmen.
Ironie hat den Charakter von subtilem Humor bzw. einer humorvollen Kritik.
Böswillige Steigerungsformen sind beissender Spott, Sarkasmus und in pietätloser Manier,
Zynismus.
Beispiel:
Du bist mir ein Freund!
Metapher, die
Eine sehr bekannte rhetorische Figur: eine bildhafte Übertragung.
Beispiel:
Mir zerspringt das Herz vor Freude
Synekdoche, die
Ebenfalls aus dem Griechischen synekdechesthai: mit verstehen. Bezeichnung durch einen
engeren, statt einem umfassenderen Begriff und umgekehrt.
Beispiel:
Die Japaner haben dieses Problem berechnet. ANSTATT Die japanische Gruppe von Institut
xy hat dieses Problem berechnet.
Vergleich, der
Eine Gegenüberstellung mindestens zweier Sachverhalte, um Parallelen oder Unterschiede
aufzuzeigen. Im Gegensatz zum Gleichnis, zur Metapher und zur Parabel sind Vergleiche
"schnörkelloser", nicht poetisch ausgeschmückt und eher auf der sachlichen Ebene
anzusiedeln.
Beispiel:
Schon bei den alten Griechen finden sich Ansätze, die den kleinsten Konstituenten auf
philosophischem Wege suchen, im Demokritschen Atomismus. Die moderne Elementarteilchenphysik
setzte dieses Bestreben mit naturwissenschaftlichen Methoden fort.
Satz und Wortfiguren
Akkumulation, die
Dies bezeichnet in der Rhetorik eine auffällige (An-)Häufung von Begriffen. Dieses
Sprachmittel kann leicht in eine Redundanz münden.
Beispiel:
Frauen, Männer, Kinder, Alte, Junge - allen waren da.
Anadiplose, die
Damit bezeichnet man die rhetorische Wiederholung eines oder mehrerer Worte, um eine
Verstärkung zu bewirken. Im speziellen kann das letzte Wort eines Satzes am Anfang des
folgenden Satzes stehen.
Beispiel:
Rhetorische Figuren sind wesentliche Elemente zur Beherrschung der Sprache. Dies bezieht
sich auf gesprochene Sprache, aber auch auf Sprache in Schriftform.
Anapher, die
Das zu betonende Wort steht immer am Anfang von Sätzen oder Satzteilen.
Beispiel:
Es ist die Forschung, die den Fortschritt bringt; Fortschritt für die Gesellschaft;
Fortschritt für den einzelnen.
Antiklimax, die
In der Rhetorik bezeichnet dies einen Übergang vom stärkeren (wichtigeren) zum schwächeren
(weniger wichtigen) Ausdruck. Das Gegenteil ist Klimax.
Beispiel:
Die exakte Lösung dieses Problems ist analytisch zu finden, nicht numerisch oder gar
empirisch.
Antithese, die
Dies meint eine Gegenüberstellung, einen Kontrast von Worten, Inhalten oder Gedanken.
Im Dialektischen Prinzip bildet sie zusammen mit der These eine philosophische Methode,
ein Problem durch Aussage und Gegenaussage zu beschreiben. Auf diesem Wege gelangt man
auf eine höhere Abstraktionsebene, um eine tiefere Einsicht, die Synthese, zu bekommen.
Beispiel:
Ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft.
(Goethe, Faust)
Archaismus, der
Dies meint die Verwendung alter oder ungebräuchlicher Ausdrücke (Anachronismen).
Auch die Neubelebung und Wiederverwendung von Begriffen wird Archaismen genannt.
Gegenteil ist Neologismus.
Beispiel:
Der Gedanke an diese Tat bereitet mir Alpdrücken.
Chiasmus, der
Bei diesem rhetorischen Stilmittel stehen Begriffe oder Begriffspaare in syntaktischer
Kreuzstellung zueinander. Der Gegensatz ist Parallelismus. Paare werden nicht parallel
(a-b-a-b), sondern in umgekehrter Folge (a-b-b-a) gebraucht.
Beispiel:
Was man will, das hat man nicht; und was man hat, das will man nicht.
Ellipse, die
Das Synonym ist Auslassungssatz. Nicht zum Verständnis erforderliche Satzteile werden
einfach weggelassen und ergeben so eine verkürzte Satzkonstruktion.
Beispiel:
Ohne Wenn und Aber.
Epiphora, die
Dies, auch Epipher genannt, ist das Gegenteil der Anapher und meint eine Wiederholung,
wo das zu betonende Wort immer am Ende von Sätzen oder Satzteilen steht.
Beispiel:
Es gibt äusserst vielseitige Instrumente, so nutzen Sie zum Telefonieren Ihr Handy,
können sogar eine SMS verschicken mit Ihrem Handy und können Surfen - raten Sie mal womit?
- mit dem Handy.
Inversion, die
Die Umkehrung oder Umstellung der normalen (auch logischen) Wortfolge in einem Satz, um mit
dieser Auffälligkeit zu akzentuieren.
Beispiel:
Etwas Besonderes ist dieser Edelstein.
Jargonismus, der
Der Jargonismus kennzeichnet eine Sprache, wo ausschliesslich das Fachvokabular einer
bestimmten Disziplin verwendet wird. Innerhalb einer homogenen Sprechergruppe,
eines Fachbereichs, sind Jargonismen üblich und stellen normalerweise keine kommunikativen
Hindernisse dar. Im Gegenteil oft werden Jargonismen erwartet ("fachsimpeln"), um
sprachlich ein Zugehörigkeitsgefühl zur Gruppe zu schaffen.
Der Jargonismus unterscheidet sich deutlich vom Xenologophilismus.
Letzterer hat einen allgemeineren Charakter und zeigt eine Verwendung von Fremdwörtern
aller möglichen Bereiche.
Beispiel:
Die Eigenmoden sind auf das cgs-System skaliert. (natürlich aus der Physik)
Klimax, die
Der Höhepunkt; ein Übergang vom schwächeren zum stärkeren, bedeutungsvollen Ausdruck
(Steigerung). Gegenteil ist Antiklimax.
Beispiel:
Für diese Aufgabe sollten Sie nicht nur Experte, sondern Koryphäe oder Genius sein.
Neologismus, der
Eine neue Wortschöpfung, sprachliche Neubildung.
Beispiel:
Die eierlegende Wollmilchsau.
Oxymoron, das
Rhetorische Figur, bei der (auch scheinbare) Gegensätze zusammengestellt werden.
Motivation dieser Figur mag Ironie oder eine besonderer Wunsch nach Betonung eines
Bestandteils sein.
Beispiel:
Komm, alter Knabe!
Paradox, das
Auch Paradoxon genannt. Eine (scheinbar) widersinnige oder widersprüchliche Aussage;
Etwas, das der Vernunft zu widersprechen scheint.
Beispiel:
What a pity that youth must be wasted on the young. (George Bernard Shaw)
Parallelismus, der
Syntaktisch und grammatikalisch gleicher Aufbau ("Normalstellung") verschiedener Sätze
oder Satzteile. Vergleiche dazu auch das Gegenteil Chiasmus.
Beispiel:
Wer hat, der hat. (Sprichwort)
Polysemie, die
Ein Wortspiel, das darauf beruht, den polysemantischen Gehalt vieler Worte (also ihre
Ambivalenz oder Mehrdeutigkeit) zu nutzen, um damit humorvolle oder völlig
unerwartete Wirkungen zu erzielen. Die Homonyme sind bevorzugte Wortgruppe für Polysemien.
Beispiel:
Der Anhalter sah sehr mitgenommen aus.
Prolepsis, die
Vorwegnahme des Subjekts des Nebensatzes in den vorangestellten Hauptsatz, auch von
Adjektiven vor das Verb. Während die Prokatalepsis eine inhaltliche Vorwegnahme darstellt,
ist die Prolepse eine rein syntaktische Voranstellung.
Beispiel:
Hörst Du den Bach, wie er rauscht?
Redundanz, die
Bei der Redundanz werden überflüssige Informationen hinzugefügt. Vergleiche die eng
verwandten Figuren Pleonasmus und Tautologie.
Beispiel:
Die Grundlagenforschung, als Fundament und Basis, ist für die Wissenschaft
unerlässlich.
Rhetorische Frage, die
Vermutlich das weitläufig bekannteste Stilmittel der Rhetorik überhaupt: es wird eine Frage
im Kontext gestellt, die aber nicht direkt zum Ziel hat eine Antwort zu erhalten
("Scheinfrage"). Die Motive dieser Frage können unterschiedlich sein: die Zuhörer-
oder Leserschaft soll auf das Kommende hingeführt werden, die Frage soll zum Nachdenken
anregen, um dann tatsächlich geklärt zu werden, oder die Frage wird unbeantwortet stehen
gelassen, um eine Provokation oder besondere Betonung des Inhalts hervorzurufen.
Beispiel:
Was weisst Du schon über die Physik?
Tautologie, die
Wiederholung von bereits Gesagtem durch Mehrfachbezeichnung. Tautologie bezeichnet ebenso,
dass das bereits Gesagte durch ein Synonym wiederholt wird.
Beispiel:
Weisser Schimmel; nackt und bloss.
Wortspiel, das
Der Oberbegriff für eine humorvolle und/oder geistreiche Verwendung von Worten oder
Satzteilen. Während die Paronomasie klangliche oder morphologische Ähnlichkeiten nutzt,
sind es bei der Polysemie Mehrdeutigkeiten verwendeter Worte.
Beispiel:
Wer einen sitzen hat, kann nicht verhindern, dass der Hintern ein Hinderungsgrund ist,
sich nicht zu setzen. Kurz gesagt: Wer voll ist, tritt ins Leere.
Klangfiguren
Alliteration, die
Das deutsche Wort für die Figur lautet Stabreim. Dabei verwendet man in kurzer Folge Wörter
mit gleichem Anfangsbuchstaben oder gleicher Anfangssilbe.
Oft findet man Alliterationen in Sprichwörtern. Im Alliterationsvers wird der Stabreim
mit der Dichtung verknüpft.
Beispiel:
Kind und Kegel.
Assonanz, die
Wiederholung desselben Lautes (z. B. Vokal, Diphthong) in kurzer Folge oder benachbarten
Worten. Auch Gleichklänge und Halbreime heissen so. Siehe auch Alliteration.
Beispiel:
Zwischen zwei Zwetschgenzweigen zwinkern zwei Zwerge.
Euphonie, die
Hierbei handelt es sich um das Gegenteil von Kakophonie. Euphonie meint einen
wohlklingenden Laut oder Wohlklänge im allgemeinen. In der Linguistik versteht man unter
Euphonie eingefügte Laute oder Silben, um die Aussprache zu erleichtern; z. B. in
allenthalben.
Beispiel:
Laue Winde wehen übers Land.
wie gesagt, das solltest du auswendig lernen wenn dus mit dem rap ernst meinst.
dann hast du etwa 2% von dem geschafft was du wirklich zum rappen brauchst.
wenn dir das zuviel ist lass es besser ganz :) sowas ist pflicht
anonymous_guest
27-04-2005, 22:08
alllter, du hast dir ja echt mühe gegeben, hat mir schonmal sehr viel weiter geholfen, vielen dank dafür und einen schönen abend!
twoeleven
28-04-2005, 18:44
Original geschrieben von anonymous_guest
alllter, du hast dir ja echt mühe gegeben, hat mir schonmal sehr viel weiter geholfen, vielen dank dafür und einen schönen abend!
und ein blick in die FAQ hier im Rapping Mcings hätte es auch getan ;)
@ unknown
kannst die Quelle ruhig nennen! ;)
--twoeleven--
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