491 Sekunden mit LUX

Was dau­ert im Leben alles 300 Sekun­den? Das War­ten auf die nächs­te U-​Bahn zum Bei­spiel. Oder bis man im Super­markt abkas­siert wird. Viel­leicht auch eine kur­ze Rau­cher­pau­se oder die Zeit, bis dein Mit­be­woh­ner end­lich im Bad fer­tig ist. Es sind klei­ne fünf Minu­ten, die einem manch­mal wahn­sin­nig lang vor­kom­men – und in denen einem ein Künst­ler sicher­lich Din­ge erzäh­len könn­te, die sonst in Inter­views oft kei­nen Platz fin­den. Weil sie zu unbe­deu­tend oder neben­säch­lich zu sein schei­nen, um "das Fass auf­zu­ma­chen", einem aber zusam­men­ge­nom­men ein ganz ande­res Gesamt­bild einer Per­son geben könn­ten. Im MZEE​.com For­mat "300 Sekun­den" sol­len nun aus­schließ­lich die­se klei­nen und kurz zu beant­wor­ten­den Fra­gen ihren Platz – und ihre Ant­wor­ten – fin­den, wäh­rend wir einen Ort sehen und erklärt bekom­men, den der Künst­ler extra für unser Inter­view aus­ge­wählt hat …

 

Wenn es um die Aus­wahl der Loca­ti­on für unse­re "300 Sekun­den" geht, sind wir immer gespannt, wel­che Ein­bli­cke uns ein Künst­ler gewäh­ren wird. Der Vor­schlag von LUX über­rasch­te uns die­ses Mal wirk­lich: Sei­ne Wahl fiel auf eine Tee­stu­be. Dass die­ser Ort im Her­zen Schwa­bings eine Art Ruhe­pol für den Münch­ner ist, war uns sofort bewusst, als wir zur Tür her­ein­ka­men. Im Hin­ter­grund spiel­te smoot­her Jazz, ein älte­rer nord­deut­scher Herr bedien­te ganz in Ruhe sei­ne Gäs­te und jeder im Raum unter­hielt sich flüs­ternd. Als wir unser Kamera-​Equipment auf­bau­ten, waren wir sofort der Mit­tel­punkt des Gesche­hens. Im Ver­lauf des Gesprächs erzähl­te der Rap­per uns dann unter ande­rem, in wel­chen HipHop-​Disziplinen er sich schon ein­mal ver­sucht hat, ob er lie­ber den Geg­ner oder den Bart rasiert und was für ihn "Zuhau­se" bedeu­tet. Dar­über hin­aus könnt Ihr sehen, wie wir die beson­de­re Stim­mung des Cafés für 491 Sekun­den unter­bra­chen, damit LUX uns kurz und knapp Rede und Ant­wort ste­hen konn­te …

 

LUX – 300 Sekun­den (Inter­view)

LUX auf Face­book

(Kris­tina Scheu­ner)
(Kame­ra & Nach­be­ar­bei­tung: Alex Val­ci)