606 Sekunden mit Dú Maroc

Was dau­ert im Leben alles 300 Sekun­den? Das War­ten auf die nächs­te U-​Bahn zum Bei­spiel. Oder bis man im Super­markt abkas­siert wird. Viel­leicht auch eine kur­ze Rau­cher­pau­se oder die Zeit, bis dein Mit­be­woh­ner end­lich im Bad fer­tig ist. Es sind klei­ne fünf Minu­ten, die einem manch­mal wahn­sin­nig lang vor­kom­men – und in denen einem ein Künst­ler sicher­lich Din­ge erzäh­len könn­te, die sonst in Inter­views oft kei­nen Platz fin­den. Weil sie zu unbe­deu­tend oder neben­säch­lich zu sein schei­nen, um "das Fass auf­zu­ma­chen", einem aber zusam­men­ge­nom­men ein ganz ande­res Gesamt­bild einer Per­son geben könn­ten. Im MZEE​.com For­mat "300 Sekun­den" sol­len nun aus­schließ­lich die­se klei­nen und kurz zu beant­wor­ten­den Fra­gen ihren Platz – und ihre Ant­wor­ten – fin­den, wäh­rend wir einen Ort sehen und erklärt bekom­men, den der Künst­ler extra für unser Inter­view aus­ge­wählt hat …

 

Als uns der Dreh­ort für die aktu­el­le Aus­ga­be von "300 Sekun­den" mit­ge­teilt wur­de, waren wir zunächst etwas stut­zig. Kein gerin­ge­rer Ort als die bekann­te "Harry's New York Bar" am Frank­fur­ter Main­ufer soll­te als Schau­platz für unser Video-​Format die­nen. Wäh­rend wir uns noch – zu unrecht – Sor­gen dar­über mach­ten, ob wir nicht zu under­dresst waren, war­te­te Dú Maroc bereits bei einer Tas­se Kaf­fee auf uns. Schnell stell­te sich her­aus, dass die­ses "300 Sekun­den" nicht nur auf­grund der Loca­ti­on kein nor­ma­les Inter­view wer­den wür­de. In einem locke­ren Gespräch mit vie­len Lachern ver­riet uns der Deutsch-​Marokkaner unter ande­rem, wel­chen 16er von einem ande­ren Rap­per er sel­ber ger­ne geschrie­ben hät­te, wer die­ses Jahr die Fußball-​Weltmeisterschaft gewin­nen wird und ob sei­ne Wahl auf Nador oder doch Frank­furt fal­len wür­de, müss­te er sich ent­schei­den. Außer­dem gelang es uns in die­sem Zusam­men­hang, Dú Maroc mit eini­gen Über­ra­schun­gen aus Nord­afri­ka zu beein­dru­cken …

 

Dú Maroc – 300 Sekun­den (Inter­view)

Dú Maroc auf Face­book

(Kris­tina Scheu­ner)
(Kame­ra & Nach­be­ar­bei­tung: Micha­el Münch)