984 Sekunden mit Roger

Was dau­ert im Leben alles 300 Sekun­den? Das War­ten auf die nächs­te U-​Bahn zum Bei­spiel. Oder bis man im Super­markt abkas­siert wird. Viel­leicht auch eine kur­ze Rau­cher­pau­se oder die Zeit, bis dein Mit­be­woh­ner end­lich im Bad fer­tig ist. Es sind klei­ne fünf Minu­ten, die einem manch­mal wahn­sin­nig lang vor­kom­men – und in denen einem ein Künst­ler sicher­lich Din­ge erzäh­len könn­te, die sonst in Inter­views oft kei­nen Platz fin­den. Weil sie zu unbe­deu­tend oder neben­säch­lich zu sein schei­nen, um "das Fass auf­zu­ma­chen", einem aber zusam­men­ge­nom­men ein ganz ande­res Gesamt­bild einer Per­son geben könn­ten. Im MZEE​.com For­mat "300 Sekun­den" sol­len nun aus­schließ­lich die­se klei­nen und kurz zu beant­wor­ten­den Fra­gen ihren Platz – und ihre Ant­wor­ten – fin­den, wäh­rend wir einen Ort sehen und erklärt bekom­men, den der Künst­ler extra für unser Inter­view aus­ge­wählt hat …

 

An einem Sonn­tag­vor­mit­tag fuh­ren wir für die aktu­el­le Aus­ga­be in ein Münch­ner Indus­trie­ge­biet. Nach einem idea­len Dreh­ort sah das für uns erst mal nicht aus, bis wir mit einem alten Las­ten­auf­zug in ein Loft gelang­ten, das Roger von Blu­men­topf gleich­zei­tig als Studio- und Arbeits­raum dient. Nach­dem er uns erklär­te, dass dort einst ein Mode­de­si­gner sei­ne neu­es­ten Krea­tio­nen ent­warf, führ­te der Rap­per uns durch die Räum­lich­kei­ten. Wäh­rend­des­sen beant­wor­te­te er uns unter ande­rem, was sein ers­ter Gedan­ke nach dem letz­ten Topf-​Konzert war, wel­chen Ort er als Hei­mat sieht und was genau die Münch­ner Rap­sze­ne für ihn aus­macht. Da er gelern­ter Gra­fi­ker ist und auf Soci­al Media-​Plattformen regel­mä­ßig einen selbst­ge­zeich­ne­ten "Sketch of the day" hoch­lädt, baten auch wir ihn natür­lich, für uns den Stift in die Hand zu neh­men …

 

Roger – 300 Sekun­den (Inter­view)

Roger auf Face­book

(Kris­tina Scheu­ner)
(Kame­ra: Flo­ri­an Sin­ger)
(Nach­be­ar­bei­tung: Jan Wort­mann (SavE))