Terence & Bud – Allein zu zweit

Ein Spruch, zwei Fäuste, drei Schellen im Takt.
Eine Crew fickt Deutschland: Terence und Bud.

Ein paar coole Sprüche, dazu ordentlich auf die Kacke hauen und mit dem Ganzen am besten auch noch reich und berühmt werden. Terence Hill und Bud Spencer sowie der Erfolg ihrer Filme dürften einigen Rappern als Leitfaden für die eigene Karriere dienen. Die Frage, woher die Inspiration für die Namen Terence & Bud stammt, ist daher hinfällig. Ob die Rapcrew vom Label Etwas Echtes auf ihrem neuen Release "Allein zu zweit" jedoch das Erfolgsrezept der Namensvettern umsetzen kann, muss erst noch beantwortet werden.

Brachial ist ihr Sound allemal. Kräftige Drums, dunkle analoge Töne, entspannte Gitarrenriffs und vor allem die kratzigen Stimmen der Jungs sorgen für ein sattes, tiefes Klangbild, während TNB klarmachen, dass der Rest der Szene sie "GAR" nicht interessiert. Denn anders als im Gerichtssaal, wo sie wie die "3 Affen" nichts hören, sehen und sagen, geben sie ansonsten durchaus ihre Meinung preis. So wettert man mit donnernden Stimmen und kräftigem Flow gegen andere Rapper, Raphörer und die "Schlangen im Samum", die die Szene zu bevölkern scheinen. Das Motto dabei: "Lieber sterb' ich mit dem Säbel im Rücken, anstatt mich für eine von den Hyänen zu bücken." Nebst dem einen oder anderen derben Spruch, zu dem man sich hinreißen lässt, fällt so manche gut durchdachte Zeile. Und wenn selbst das nicht mehr hilft, kommen einfach Terence Hill und Co. selbst durch Filmzitate zu Wort. Scheint, als wäre die Crew nicht nur "allein zu zweit", sondern letztlich ein ziemlich großer, lauter Haufen – mit ebenso großer, lauter Musik. Der Sound von TNB ist energiegeladen und mitreißend, die Platte ein alles in allem aufgehendes Gesamtwerk.

Den Raum betreten, ordentlich Lärm machen und dann noch einen passenden Spruch ablassen – Terence & Bud geben ein recht passendes Rap-Pendant zu ihren Namensvettern ab. Die Atmosphäre bleibt durchweg stimmig und erinnert sehr stark an die Haudrauf-Filme von damals. Jetzt fehlt im Grunde nur noch eine ähnlich erfolgreiche Karriere.

(Daniel Fersch)