Lemur & Marten McFly

Eine Cola-Dose als Fußball, eine Banane vor dem Spiegel als Mikrofon oder pure Luft als Gitarre – die Welt ist voll von Provisorien, auf die wir zurückgreifen, wenn wir das Original gerade nicht zur Hand haben. Doch vermutlich würden wir alle so eine improvisierte gegen die "richtige" Version eintauschen, wenn wir könnten ... oder? Lemur & Marten McFly sind sich da nicht so sicher. Im Schaffensprozess ihrer gemeinsamen EP "Provisorium" haben die Berliner versucht, die Welt aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Und dabei sind sie zu dem Schluss gekommen: "Nichts hält länger als ein Provisorium." Wir wollten natürlich wissen, woran Lemur & Marten McFly diese Erkenntnis festmachen und wie sie sich auf ihre Herangehensweise an Musik auswirkt. Außerdem sprachen wir mit dem Duo über Schwierigkeiten bei der politischen Meinungsbildung sowie andere gesellschaftliche Themen. In diesem Zusammenhang verriet uns Marten McFly auch, welches Problem ihn schon seit Längerem beschäftigt: Briefmarkenautomaten ...

MZEE.com: Nachdem ich eure neue EP "Provisorium" gehört habe, frage ich mich: Warum bringt ihr überhaupt Alben raus? (alle lachen)

Marten McFly: Das ist hart!

Lemur: Wie meinst du das?

MZEE.com: Na ja, auf "Provisorium" sagst du, Lemur, dass du es hasst, Dinge fertig zu machen. Wenn du ein Album rausbringst, ärgerst du dich also?

Lemur: Ich hab' dazu ein ganz ambivalentes Verhältnis. (überlegt) Einerseits ist es ein cooles Gefühl, etwas geschafft zu haben. Andererseits ... na ja, ich kann nicht ausschließlich Ideen rauskloppen. Das ist dann nicht hörbar. Obwohl mir das am meisten Spaß macht. Ein Stück weit muss ich es halt fertig machen. Es gibt ja im Entstehungsprozess unendlich viele Entscheidungsmöglichkeiten, wie man mit einem Song weiter verfährt. Irgendwann wählt man dann einen Weg, hört aber später noch mal rein und denkt sich: "Du hättest auch zig andere Wege nehmen können, aber du hast dich jetzt halt so entschieden." Ich hab' das früher immer voll krass zergrübelt. Inzwischen hab' ich ein etwas gesünderes Verhältnis dazu.

MZEE.com: Heißt das, dass du auf frühere Projekte oft nicht ganz zufrieden zurückschauen kannst?

Lemur: Na ja, ich hab' ja einfach gar keinen Abstand mehr zu den Songs. Ich mach' die Beats, schreib' die Texte und nehme das auf. Erst mal kann ich es also überhaupt nicht mehr hören. So nach zwei, drei Jahren macht das dann aber jemand an, wenn ich irgendwo rumsitze. Dann denk' ich mir: "Boah, was ist das denn? Das groovt ja voll! Ach, das bin ich!" (grinst) Dann feiere ich's. Wie gesagt, das ist ambivalent.

Marten McFly: Um das noch mal kurz zu ergänzen: Es gibt halt keine Alternative zum Fertigmachen. Es macht einen wirklich fertig, wenn man es nicht fertig macht. Das ist so ein Baumarkt-Spruch, gute Werbestrategie von denen. (grinst) Aber so ist es ja. Richtig geil ist der Punkt, an dem ein Song wirklich Potenzial hat und in alle möglichen Richtungen gehen kann. Doch wenn du es nicht irgendwie festnagelst, dann macht dich das fertig. Das ist auch nicht gut. Aber in diesem Prozess wird ein Song halt vom megageilen Gefühl am Anfang irgendwann zu Arbeit. Das ist dann nicht mehr so sexy. Ich find' die Sachen danach aber trotzdem geil, ich bin da nicht so kompliziert wie Benny (Lemurs bürgerlicher Name, Anm. d. Red.).

Lemur: Ich denke einfach zu oft darüber nach, dass man wirklich jedes Ding, das existiert, aus unendlich vielen Blickwinkeln betrachten kann. Dann hinterfrage ich mich beim Machen ganz oft selber: "Welchen Blickwinkel wählst du gerade? Ist das der, den du eigentlich wolltest?" Und mein Part auf "Provisorium" ist letztendlich eine Ode daran, auf genau dieses Zerdenken zu scheißen. Das ist vielleicht auch ein Stück weit Selbsttherapie. Mittlerweile gehe ich etwas einfacher an die Musik ran. Meine Beats waren zum Beispiel früher, glaub' ich, 'ne Ecke verkopfter.

MZEE.com: Inwiefern gehst du einfacher ran? Du versuchst ja nicht, weniger geil zu reimen oder einen weniger geilen Beat zu machen ...

Marten McFly: Er versucht das zwanghaft, aber kriegt es nicht hin! (lacht)

Lemur: Ich sitz' zum Beispiel nicht mehr ständig fünf Tage am Stück an einem Beat und versuche, jede Textzeile irgendwie beatmäßig hervorzuheben und noch einen Effekt drunterzubasteln. Ich lass' den Kram erst mal liegen und hör' ihn mir noch mal mit ein bisschen Abstand an. Dann guck' ich, ob's mir taugt und ob ich, um eine Marten-Vokabel zu gebrauchen, den Flavour spüre.

Marten McFly: Die Texte sind bei dieser EP auch alle in einem Fluss entstanden. Benny hat zwar seine Sachen alle noch mal aufgenommen, weil er sie mit etwas Abstand noch geiler hingekriegt hat. Bei mir haben wir aber tatsächlich immer die erste hingeklatschte Version genommen. Die Sachen, in die er sich reingefuchst hat und bei denen dann doch noch viel Zeit ins Probieren und in Kleinigkeiten geflossen ist, waren die Beats. Der wesentliche Flavour wird ja über die Stimme und das Gefühl vermittelt. Da find' ich geil, dass er bei dieser Direktheit bleibt.

Lemur: Marten ist mir auch ein paar Mal reingegrätscht, wenn ich doch mal vier Tage an einem Beat gefummelt und rumorchestriert hab'. Den hab' ich ihm dann geschickt und er sagte mir: "Ja, ist schon irgendwie geil, aber jetzt ist ja der ganze Flavour verloren gegangen. Mach den doch noch mal so, wie er vorher war." Hab' ich dann gemacht und dann dachte ich mir: Ja, stimmt. (grinst)

MZEE.com: Obwohl ihr ein richtiges Studio zur Verfügung hattet, habt ihr in Martens Fall die Wohnzimmer-Aufnahmen auf die Platte gepackt. Ein ziemlich ungewöhnlicher Schritt – musstet ihr vorher lange darüber nachdenken?

Marten McFly: Ja, natürlich! Ich war dauernd bei ihm im Studio, er hat mir sogar den Schlüssel gegeben. Er hat 'ne richtig geile professionelle Gesangskabine. Ich hab' da Stunde um Stunde probiert und gemacht, die Spuren mit nach Hause genommen, dort weitergemacht und geguckt und noch mal und noch mal ... Die Aufnahmen waren teilweise formal auch besser und mehr auf den Punkt. Aber unter dem Strich kam dabei einfach weniger Gefühl rüber. Benny ist halt als Rapper gut genug, dass er es hinkriegt, das auch bei späteren Aufnahmen noch megafresh zu vermitteln. Aber ich glaube tatsächlich, dass die meisten Rapper mit meiner Strategie besser fahren würden. Das ist wie mit einer witzigen Idee. Die wenigsten Leute können Witze erzählen, sie erzählen die Pointe zu früh oder kriegen die nicht richtig an den Start. Aber wenn dir irgendwie ein witziger Kommentar einfällt und du den einfach raushaust, dann kriegst du die meisten Lacher. Deshalb versuch' ich, möglichst schnell und nah an meinen Gedanken aufzunehmen.

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MZEE.com: Habt ihr das Gefühl, dass zu wenige Rapper in Deutschland so spontan und gefühlsmäßig an die Musik herangehen?

Marten McFly: Ja, wobei das natürlich auch von außen voll schwer zu sehen ist. Du kennst ja die Probeaufnahmen nicht, wenn du die Leute nicht kennst. Aber du denkst natürlich schon mal: "Formal ist das schon geil, aber ich hab' keinen großen Bock, mir das oft anzuhören." Das ist schon gute Musik – gut geschrieben, gute Reime, guter Beat –, aber ich steh' einfach mehr auf diese ehrliche Direktheit, das kann ich stärker fühlen. Und da bin ich auch nicht der Einzige. Freestyle-Sachen sind jetzt nicht mehr so beliebt, aber es gibt gewisse Bands, die jahrelang megageile Freestyles auf Band rausgehauen haben. Die haben sich die Leute tausendmal angehört, obwohl da vielleicht ein geschriebener Text viel ausgefeilter gewesen wäre. Aus dem gleichen Grund gibt es auch Reality-Soaps und so einen Scheiß. Die Leute wollen einfach diese Direktheit. Viele Bands oder Rapper haben ein Talent dafür, dieses Gefühl langsam wegzuverbessern, bis es nicht mehr da ist.

Lemur: Du bist jetzt Fan von Reality-Soaps?

Marten McFly: Nee, nicht so unbedingt. (alle lachen)

MZEE.com: Ich finde, dass viele US-Rapper gerade vorleben, wie man direkter und weniger verkopft an Musik herangehen kann. Mehr nach der Devise: "Ich geh' jetzt ans Mikro und rappe, worauf ich Bock habe."

Lemur: Der Sound ist natürlich Geschmackssache – dieses 808-Zeug will mir immer noch nicht ganz reingehen, erinnert mich zu sehr an alte Breakdance-Mucke. Bei Autotune krieg' ich tatsächlich auch gleich 'ne Krise und muss ausschalten. Find' ich schlimm. Aber ich hör' sowas auch viel zu selten.

Marten McFly: Obwohl es dir mal helfen würde. (alle lachen) Ich bin jetzt auch nicht so aktuell, was diese Musik angeht, aber den Gedankengang kann ich voll unterstreichen. Wenn Leute diese Herangehensweise für sich gefunden haben, dann klingt das auf jeden Fall wie eine Sache, die meinem Geschmack komplett entsprechen würde. Auf den Beat hör' ich jetzt eh nicht so direkt.

MZEE.com: Das komplette Gegenteil macht ja zum Beispiel Casper. Der verschiebt sein Album um ein Jahr, weil er weiter daran feilen will. Kann so nicht auch großartige Musik entstehen?

Marten McFly: Klar. Dafür muss er halt gut genug sein. Vor allem muss die Stimme gut genug sein. Wie bei einem Theaterschauspieler, der 2 000 Mal das gleiche Stück spielt und jedes Mal das gleiche Gefühl in seine Stimme packt – als ob er es zum ersten Mal fühlt. Ich kann mir schon vorstellen, dass er das hinkriegt.

Lemur: Bei ihm kann ich mir aber auch vorstellen, dass es dann halt ein noch größeres Orchester wird. Ultrakrasse Features, die kein Mensch erwartet, irgendwelche Super-Indie-Größen und Nerdzeug. Der Typ hat wahrscheinlich auch einfach ein paar ziemlich kompetente Leute um sich rum. Und wenn er dann sagt, es ist nötig, im letzten Moment zu verschieben, dann muss es schon wichtig sein.

Marten McFly: Für Jan Delay war das immer der richtige Weg. Der feilt ja auch extrem viel an seinen Sachen und setzt trotzdem irgendwie sein Ziel um. Für Peter Fox war es, glaub' ich, auch die richtige Entscheidung. Der hat ja auch so krasse Konzerte gemacht. Und da würd' ich Casper auch einordnen.

MZEE.com: Ihr macht auf eurer EP die Aussage: "Nichts hält länger als ein Provisorium." Tatsächlich hab' ich auch mehrere Sprichworte gefunden, die Ähnliches aussagen. Wie genau meint ihr das?

Marten McFly: Es ist erst mal ein interessanter Gedankenansatz, denn unsere Logik geht ja vom Gegenteil aus. Wenn man auf diese Art und Weise auf die Welt sieht, entdeckt man auf jeden Fall Sachen. Es ist vielleicht ein bisschen übertrieben, zu sagen, dass es nichts gibt, was länger hält. Aber es ist auf jeden Fall reizvoll, die Welt einfach mal so zu betrachten.

Lemur: Mir kam zum Beispiel direkt in den Sinn, dass im Produktionsprozess meistens Unfälle und Zufälle das Geilste sind. Irgendeine Lückenfüller-Baseline, die so gut ist, dass ich den ganzen Song darauf aufbaue. So hält das Provisorium dann ewig.

Marten McFly: Nicht nur im Produktionsprozess, sondern auch im Evolutionsprozess! (grinst)

Lemur: Und im Leben.

MZEE.com: Welche Dinge fallen euch da besonders im Leben auf?

Marten McFly: Wir leben ja nicht in einer Welt, in der alles vorbestimmt ist. Nur weil mein Vater zum Beispiel Klempner war, muss ich keiner werden. In Deutschland kannst du halt quasi alles machen, auf das du Bock hast. In fünf Jahren kann ich einfach in irgendeinem anderen Land leben, wenn ich will. Du hast tausend Möglichkeiten und viele haben ein Problem damit, weil das einen einfach absolut erschlägt. Wenn's zum Beispiel um die Partnerwahl geht, gibt's nicht nur die drei Mädchen im Dorf, sondern die ganze Welt, die dir offensteht. Und sich da vor Augen zu halten: "Jetzt grad hab' ich irgendein Provisorium und alles läuft" – ich glaube, dass das vielen Leuten hilft, um klarzukommen. Und dieses Provisorium hält dann eben auch länger oder für ewig.

MZEE.com: Wenn es dann zum Beispiel um den Partner geht – was denkt ihr über Monogamie? Ist es zeitgemäß, diese als selbstverständlich anzusehen?

Marten McFly: Ich glaube, das hat noch nie für alle funktioniert und es wird auch nie für alle funktionieren. Natürlich haben sich gesellschaftliche Normen verändert und es wird häufiger toleriert, dass es nicht für alle funktioniert.

Lemur: Das ist halt typabhängig. Ich kenn' viele Leute, bei denen das ein Leben lang total gut funktioniert hat und ich kenne Leute, bei denen das nie klappen wird.

Marten McFly: Ich glaube, die Sehnsucht ist schon bei vielen Leuten da. Auch die, die sich vermeintlich gegen Monogamie entscheiden, sehnen sich oft nach einer Partnerschaft fürs Leben.

Lemur: Ich hab' zum Beispiel noch nie jemanden kennengelernt, bei dem das Prinzip "Offene Beziehung" gut funktioniert hat.

Marten McFly: Ey, Benny. Du und ich. (alle lachen) Du kannst mit jedem anderen Rapper irgendwelche Sachen machen ...

Lemur: Alles klar. Ich hab' gedacht, du wärst eifersüchtig.

Marten McFly: Ein bisschen schon, aber ich gönn' dir das. Jederzeit. Wenn du immer mal wieder mit mir einen Track machst, ist alles gut.

Lemur: Alles klar, super.

Marten McFly: Also, unter Rappern geht das.

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MZEE.com: Auf der EP schlagt ihr auch ein paar politische Töne an. Welche Entwicklungen stören euch aktuell besonders?

Lemur: Bei mir gibt's so eine generelle Grundresignation. Ich weiß gar nicht mehr, woher ich meine Informationen holen soll. Wenn ich über irgendeine Sache etwas wissen möchte, versuche ich, möglichst viele und gegenteilige Medien zu lesen, um mir daraus irgendwie das, was für mich logisch erscheint, zusammenzubasteln. Das ist gerade so mein Weltbild, das fühlt sich aber total unvollständig an.

Marten McFly: Ist auch megaviel Arbeit.

Lemur: Auf jeden Fall. Und irgendwie auch frustrierend.

MZEE.com: Im Internet findest du im Moment einfach überall Bestätigung für das, was du denkst. Du sagst: "Die Erde ist flach", googelst es und findest 20 angebliche Wissenschaftler, die dir das bestätigen.

Lemur: Genau. Das ist aktuell ja der Traum aller Herrschenden. Jeder ist für Propaganda jederzeit überall erreichbar. Was macht das mit einer Gesellschaft? Das find' ich grad interessant.

Marten McFly: Ich beschäftige mich aktuell selten richtig intensiv mit Politik. Ich hab' mich früher sehr viel damit beschäftigt, dann aber gemerkt: Wenn ich von einem Thema wirklich Ahnung haben und etwas dazu sagen will, dann muss ich mir den Arsch aufreißen und mich richtig einlesen. Ich kann nicht mit irgendwelchen Halbwahrheiten argumentieren, auch nicht vor mir selbst. Ich hab' da auch kaum noch so eine geheime Meinung, die ich nicht sage. Ich hab' oft nur irgendwelche Halbthesen.

Lemur: Das ist genau das, was ich meinte. Selbst wenn mich etwas interessiert und ich mich hier und da informiere, frage ich mich, ob ich jetzt wirklich eine fundierte Meinung habe. Da bin ich mir meiner selbst viel weniger sicher als früher. Deswegen bin ich eben auch bewusst allgemein geblieben.

Marten McFly: Es ist echt Arbeit, wenn man richtig was sagen will. Ja, ich kann etwas dazu sagen, ob Geschäfte am Sonntag geöffnet haben sollen. Dazu hab' ich 'ne Meinung. Zum Dosenpfand oder zu Briefmarkenautomaten – dass die Dinger nicht kleben, regt mich auf. Aber für die größeren Fragen muss ich mir immer richtig viel Zeit nehmen. Das geht nicht im Vorbeigehen.

Lemur: Ich find' ja doof, dass die U-Bahn so teuer ist.

MZEE.com: Auf der Platte heißt es auch, dass ihr Hummeln im Arsch habt und immer weiter nach Größerem strebt. Wo soll es für euch musikalisch noch hingehen? Habt ihr Größeres als den Untergrund im Sinn?

Lemur: Also, das verweiger' ich mir als Antrieb, Musik zu machen. Dann würde ich nämlich Scheißmucke machen, die mir nicht gefällt. Ich versuch' natürlich, davon zu leben. Und das tu' ich auch. Gerade noch relativ bescheiden. Ich weiß, dass ich nie ein sehr massenkompatibler Mensch werde, aber so eine komfortable Nische könnte ich mir schon basteln.

Marten McFly: Ich kann davon jetzt nicht leben. Die Perspektive sehe ich auch nicht. Also, es wär' schon nett, wenn noch mehr Leute meine Musik hören – aber wenn es weniger Leute hören, kriegen die mich auch nicht dazu, dass ich aufhöre. (grinst) Es wird wohl oder übel weitergehen. Die Hummeln hören dadurch nicht auf.

MZEE.com: Lemur hat schon die nächste Platte in den Startlöchern. Am 27. Januar 2017 kommt "Die Rache der Tiere", danach geht's mit dem Album auf Tour.

Lemur: Bei der Entstehung bin ich wieder tausend Tode gestorben. (lacht) Ich hör's tatsächlich selbst noch gerne, das scheint also ziemlich geil zu sein. (lacht)

Marten McFly: Das kann ich bestätigen. Ich begleite seine Mucke ja seit Jahren, durfte jetzt ein paar Vorversionen hören und es ist echt noch mal eine Steigerung. Find' ich ziemlich geil! Und ich bin froh, dass ich darauf vertreten bin. Ich werd' auch versuchen, an so vielen Dates wie möglich bei der Tour dabei zu sein.

MZEE.com: Was steht bei dir als Nächstes an?

Marten McFly: Es geht weiter mit der Mucke. Ich denke, es wird nicht das letzte Mal sein, dass man von mir und Lemur etwas Gemeinsames hört. Nebenbei arbeite ich an einer EP mit Shaban und an einer mit Majusbeats.

MZEE.com: Da kommt also einiges auf uns zu. Wenn ihr noch etwas loswerden wollt, gehören die letzten Worte jetzt natürlich euch.

Marten McFly: Ja ... Das mit diesen Briefmarkenautomaten! (alle lachen) Das ist wirklich sehr nervig. Kleben die bei euch?

MZEE.com: Ich verschicke leider fast nie Briefe.

Marten McFly: Der Automat gibt dir das Restgeld als Briefmarke aus, was ich eigentlich sehr charmant finde. Aber die kleben nicht richtig, du musst immer einen Pritt Stift mitnehmen.

Lemur: Ich geb' meine Post ausschließlich bei meinem Brudi am Späti ab.

Marten McFly: Weil der auch der Einzige ist, dem du schreibst.

(Alexander Hollenhorst)
(Fotos von Dominik Siegmann)