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Jambeatz

Kaum eine Szene hier­zu­lande scheint so facet­ten­reich zu sein wie die Deutschrap­szene. Wäh­rend es bereits jetzt schon fast unmög­lich erscheint, jeden ein­zel­nen, eta­blier­ten Ver­tre­ter zu ken­nen, steigt die Zahl neuer, noch unbe­kann­ter Künst­ler expo­nen­ti­ell wei­ter an. Den Über­blick zu behal­ten, gleicht einer Her­ku­les­auf­gabe: Hat man sich ein Gesicht der HipHop-Hydra gemerkt, tau­chen schon wie­der min­des­tens zwei neue auf. Gleich­zei­tig ist es für unbe­kannte, junge Talente über­aus schwer, aus der über­wäl­ti­gen­den Masse an Musi­kern her­aus­zu­tre­ten und sich einen Namen zu machen.

Bei­den Sei­ten soll unser Sound­check eine Hil­fe­stel­lung bie­ten. Pro­du­cern, die bis­her noch in den Tie­fen des Unter­grunds unter­ge­gan­gen sind, eine Platt­form geben, auf der sie sich kurz, aber prä­gnant prä­sen­tie­ren kön­nen. Und Hörern und Fans ermög­li­chen, sich einen schnel­len Über­blick über nen­nens­werte Künst­ler zu ver­schaf­fen, die sie bis­her viel­leicht noch gar nicht auf dem Schirm hatten.

 

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MZEE.com: Um 2004 herum gab es erstmals Beats von dir zu hören. Mit welchen Programmen hast du damals produziert? Welche verwendest du heute?

Jambeatz: Damals war es Fruity Loops auf Windows 98 zum Produzieren und Logic 5.5 zum Aufnehmen. Heute produziere ich mit der Maschine von Native Instruments, recorde aber immer noch mit Logic 5.5, nur mittlerweile auf Windows 7.

MZEE.com: Dass du dein Handwerk als Produzent beherrschst, hast du seit deinen Anfängen mehrfach bewiesen, aber hast du dich auch schon in den anderen "HipHop-Disziplinen" versucht?

Jambeatz: Graffiti habe ich gar nicht drauf, Breaken noch viel, viel weniger ... Ich wäre wohl eher DJ als Rapper. Doch ein, zwei Reime schmeißt man manchmal auch dazu, wenn geschrieben und gesucht wird. Aber ich bin an den Beats schon besser aufgehoben.

MZEE.com: Während die 187 Strassenbande derzeit in aller Munde ist, scheinen Produzenten wie du, die für ihre Beats verantwortlich sind, in den Medien noch immer ein Schattendasein zu führen. Bist du zufrieden damit, wie Produzenten in der deutschen Rapszene wahrgenommen werden?

Jambeatz: Ich finde eigentlich, dass die Leute, die kontinuierlich am Ball bleiben und es qualitativ oder durch ihren eigenen Stil draufhaben, auch Lob, Respekt und die Anerkennung dafür bekommen.
Ich für meinen Teil habe mich immer etwas versteckt gehalten. Also, ich hatte bewusst keinen Bock auf Fotos, Videoclip-Szenen, Interviews und alles, was dazugehört. Vielleicht ist es bei meinen Producer-Kollegen ähnlich. Ich würde sagen: Jeder, der in den Vordergrund treten oder gesehen werden will, kann das auch.

MZEE.com: Da du an "High & Hungrig 2" nicht gerade unbeteiligt warst, haben es einige deiner Beats auch auf Platz 1 der deutschen Albumcharts geschafft. Welche nächsten Ziele steuerst du in Sachen Musik an?

Jambeatz: Nicht stehen bleiben und gucken, dass ich mein Game am Upsteppen bin.

MZEE.com: Welches ist in deinen Augen das beste Instrumental überhaupt, dass von einem anderen Produzenten stammt?

Jambeatz: Es gibt zu viele.

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(Daniel Fersch & Lukas Päckert)
(Grafiken von Puffy Punchlines, Logo von KL52)

 

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