Wie gut reagierte die Rapszene im letzten Jahr auf die deutsche Politik?

Lan­ge war die poli­ti­sche Situa­ti­on in Deutsch­land und Euro­pa nicht so ange­spannt wie heu­te. Umbrü­che in natio­na­len poli­ti­schen Gefü­gen, Stim­mung gegen inter­na­tio­na­le Alli­an­zen, glo­ba­le huma­ni­tä­re Kri­sen: Nicht weni­gen macht das, was sie in der Zei­tung lesen oder vor der eige­nen Haus­tür mit­er­le­ben, ernst­haf­te Sor­gen. Mitt­ler­wei­le schei­nen Mei­nun­gen salon­fä­hig gewor­den zu sein, die vor weni­gen Jah­ren noch auf har­ten, öffent­li­chen Wider­stand gesto­ßen wären. Und doch wäre es falsch, zu kon­sta­tie­ren, dass nie­mand sei­ne Stim­men gegen AfD, PEGIDA und Co. erhe­ben wür­de. So, wie es die­je­ni­gen Per­so­nen der Öffent­lich­keit gibt, die vor allem durch bedenk­li­che Aus­sa­gen auf­fal­len, gibt es auch sol­che, die sich offen und bestimmt für Welt­bür­ger­tum, Mensch­lich­keit und Offen­heit aus­spre­chen. Als eine Kul­tur, die auf die eine oder ande­re Wei­se in gro­ßen Tei­len schon immer poli­tisch war, liegt inmit­ten die­ser pre­kä­ren Situa­ti­on ein Blick Rich­tung deut­sche Rap­sze­ne nahe: Wie haben sich deut­sche Rap­per ver­hal­ten? Und vor allem: Hät­ten sie sich anders ver­hal­ten sol­len? Die­sen Fra­gen woll­ten wir jedoch nicht selbst nach­ge­hen, son­dern die Mei­nung von Szene-​Insidern selbst ein­ho­len, die sich prak­tisch zwangs­läu­fig mit ihnen kon­fron­tiert sehen. Wir haben zehn – oder genau genom­men elf – Rap­per gefragt: "Wie beur­teilst du die Reak­ti­on der deut­schen Rap­sze­ne auf die deut­sche Poli­tik inner­halb des letz­ten Jah­res? Hast du über­haupt das Gefühl, dass es eine Reak­ti­on gab? Wenn ja: War die­se aus­rei­chend, gera­de recht, zu wenig oder auf irgend­ei­ner Ebe­ne gar zu viel?"

 

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Swiss: Na ja, ich fin­de, dass ins­ge­samt aus der Pop­mu­sik mehr kom­men muss in die­ser Hin­sicht … das ist zu wenig. Es wur­de doch genug Geld ver­dient. Die Leu­te sol­len anfan­gen, mal wie­der Musik zu machen, die den Anspruch hat, etwas zu ver­än­dern. Beson­ders die gro­ßen Künst­ler sind lei­der meis­tens sehr unpo­li­tisch. Ich den­ke, da spielt auch die Angst mit, Fans zu ver­lie­ren. Denn auf Sachen wie Geld­ma­chen und Müt­ter­fi­cken kann sich halt 'ne gro­ße Men­ge von Men­schen eini­gen. Wenn es dann dar­um geht, etwas unpo­pu­lä­re­re The­men anzu­spre­chen, schei­ßen halt vie­le drauf. "Ich bin kein poli­ti­scher Künst­ler" – was ist das für eine Schei­ße? Wie kann man kein poli­ti­scher Mensch sein? Ich den­ke, dadurch, dass Rap mitt­ler­wei­le so ein gro­ßes Busi­ness ist, in dem man­che Leu­te rich­tig viel Schot­ter machen, hat er in gewis­ser Hin­sicht auch an Ecken und Kan­ten ver­lo­ren. Rap­per sind klei­ne Geschäfts­män­ner, die Plat­ten, Shirts und Fit­ness­pro­gram­me ver­kau­fen wol­len … Da ist für das unschö­ne The­ma "Poli­tik" wahr­schein­lich kein Platz, weil man damit kein Geld ver­die­nen kann.

Disar­star: Ich hab' mich über die zahl­rei­chen Reak­tio­nen deut­scher Rap­per auf die poli­ti­sche Situa­ti­on sehr gefreut. Rap muss ten­den­zi­ell links sein, das ist so und muss auch so blei­ben. Schön, dass so vie­le Rap­per Stel­lung in der Flücht­lings­de­bat­te bezo­gen haben. Ich hal­te das für wich­tig, zumal dies für mich ein wich­ti­ger Bestand­teil der HipHop-​Kultur ist.

Sadi Gent: Es ist natür­lich schwie­rig, das so pau­schal zu beur­tei­len. Aber soweit ich das mit­be­kom­men habe, fin­de ich, dass die deut­sche Rap­sze­ne an vie­len Stel­len ganz gut reagiert hat und reagiert. Gera­de in Bezug auf das Flücht­lings­the­ma. Da scheint sich die Sze­ne größ­ten­teils einig zu sein. Es sind ja in den letz­ten Mona­ten unzäh­li­ge Songs erschie­nen, die sich mit dem The­ma auf ver­schie­dens­te Art und Wei­se befas­sen, aber die Messa­ge ist mehr oder weni­ger immer die glei­che: "Refu­gees wel­co­me!" Das fin­de ich gut und wich­tig. Gera­de im Rap, wo vie­le der eta­blier­ten Künst­ler ja selbst irgend­wie betrof­fen sind – bei­spiels­wei­se Kin­der von poli­ti­schen Flücht­lin­gen sind, wie ich selbst ja auch. Da ist es wich­tig, ein State­ment abzu­ge­ben und ande­re Sicht­wei­sen und Per­spek­ti­ven zu die­sem The­ma zu lie­fern als nur die oft ein­sei­ti­gen und Angst bezie­hungs­wei­se Panik schü­ren­den Bericht­erstat­tun­gen der Medi­en. Schon klar: Das The­ma ist ein­fach unglaub­lich kom­plex. Aber wenn man mal ehr­lich ist, ist es schon extrem gru­se­lig, was hier in letz­ter Zeit so pas­siert. Wenn man sich allei­ne mal die Wahl­er­geb­nis­se in eini­gen Regio­nen rein­zieht, dann merkt man, dass das Pro­blem durch­aus real ist. Ich glau­be nicht mal, dass zum Bei­spiel alle Wäh­ler der AfD rechts gesinnt sind, son­dern viel mehr ein­fach nur dumm, eng­stir­nig, ver­un­si­chert oder ängst­lich. Vie­les ist viel­leicht auch ein­fach man­geln­der Auf­klä­rung geschul­det. Wenn man sich allein mal unser Bil­dungs­sys­tem ansieht … Das ist schon eine sehr gefähr­li­che Kom­bi­na­ti­on und eine Mani­pu­la­ti­on sol­cher Men­schen ein recht ein­fa­ches Unter­fan­gen. Ich hof­fe ein­fach nur, dass das alles kein schreck­li­ches Ende nimmt. Kein Platz für Ras­sis­mus und Aus­beu­tung! Pro Mensch! Pro Lie­be! Pro Natur! Und Zaza­za!

Pimf: Grund­sätz­lich habe ich schon das Gefühl, im letz­ten Jahr ver­mehrt poli­ti­sche Reak­tio­nen und State­ments im deut­schen Rap wahr­ge­nom­men zu haben. Blickt man nun aller­dings auf die Wahl­er­geb­nis­se, schei­nen es wohl noch lan­ge nicht genug gewe­sen zu sein. Gera­de wir, die als mul­ti­kul­tu­rel­le Deutschrap-​Konsumenten und -Künst­ler wahr­schein­lich über­wie­gend rich­tig gepolt sind, soll­ten die aktu­el­len poli­ti­schen The­men mei­ner Mei­nung nach noch mehr im Gro­ßen und Gan­zen behan­deln, um auch sze­ne­ex­tern Debat­ten anzu­sto­ßen. Ein­fa­che "Gau­land ist ein Vollpfosten"-Statements begrü­ße ich sehr, aller­dings rei­chen die­se meis­tens lei­der nicht mehr, um sich groß­ar­tig Gehör zu ver­schaf­fen. Zwi­schen den ver­här­te­ten innen­po­li­ti­schen Fron­ten braucht es immer noch viel mehr Dis­kus­si­on und Kom­mu­ni­ka­ti­on, um die falsch Den­ken­den auf den rich­ti­gen Damp­fer zu len­ken. Das geht weit über die Musik hin­aus. Aller­dings sehe ich Deutschrap­per wie gemacht für die­se Dis­kus­si­on und daher wün­sche ich Künst­lern wie zum Bei­spiel Fato­ni oder Mega­loh eine noch viel grö­ße­re öffent­li­che Platt­form als unse­re Speer­spit­zen.

PTK: Also, in der Zeit­span­ne gab es auf jeden Fall eine Reak­ti­on von Deutschrap, aber die ist nur logisch. Denn all­ge­mein gab es ja hier­zu­lan­de eine gesell­schaft­li­che Reak­ti­on auf bestimm­te poli­ti­sche The­men, die es im letz­ten Jahr in den Main­stream geschafft haben – Bei­spiel Flücht­lin­ge und damit im Zusam­men­hang auch AfD und PEGIDA. Somit steht das ein­fach in Rela­ti­on zuein­an­der. Ich wür­de also jetzt nicht jedem Künst­ler auto­ma­tisch auf die Schul­ter klop­fen, nur weil er plötz­lich etwas Poli­ti­sches behan­delt hat. Ob aus­rei­chend, zu viel oder zu wenig, fin­de ich des­we­gen auch schwer zu beur­tei­len. Klar ist es super, wenn die Men­schen und somit auch Rap­per und Rapf­ans begin­nen zu reflek­tie­ren, aber ande­rer­seits gibt es Flücht­lin­ge und Ras­sis­mus auch nicht erst, seit die Medi­en dar­über berich­ten. Die Ziel­grup­pen der meis­ten Rap­per ent­spre­chen halt der meist jun­gen, brei­ten Mas­se und die ist größ­ten­teils nicht poli­ti­siert. Wenn du jetzt hun­dert Bars über ein The­ma bringst, über das aber grad eh schon jeder redet: Wie viel ist das dann noch wert? Mit ande­ren Wor­ten: Es ist authen­tisch, wenn es kein Trend ist. Ande­rer­seits kann Musik – und vor allem Rap – Bewusst­sein schaf­fen. Und das ist wich­tig, denn die Leu­te in Deutsch­land sind mehr denn je reif für Messa­ge.

 

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Cha­ku­za: Gene­rell fand ich es zu wenig. Ich fin­de, man weiß ja auch, woher deut­scher Rap kommt. Er kommt eigent­lich aus der Ecke, die ja gera­de die poli­ti­sche Situa­ti­on beur­tei­len oder ver­ur­tei­len muss. Des­we­gen fin­de ich es voll scha­de, dass es kei­ner macht. Aber ich ver­steh' schon: Du kriegst halt auf den Deckel dafür, wenn du Stel­lung beziehst, das ist ganz klar. Kann auch sein, dass du Fans ver­lierst – und das will sich kei­ner leis­ten. Am Ende des Tages geht es eben um die Koh­le, was mega­be­scheu­ert ist, ist so. Es gab auch, wie gesagt, State­ments oder Songs, die ich kom­plett ver­ur­tei­le. Vie­le dach­ten ja, ich dis­se SadiQ mit mei­nen Posts. Das war aber nicht so gemeint, der Song war ein­fach nicht ange­bracht zu die­ser Zeit. Ich mach' mich die gan­ze Zeit gera­de für die Leu­te, krieg' auf den Deckel dafür – und dann kommt so ein Song. Das ist, als wür­de ein rie­si­ger Ball auf mich zurol­len und ich steh' ganz allei­ne da. Von daher: Ja, es wird zu wenig gemacht. Und gera­de wir haben eine gro­ße Platt­form, die man dann auch nut­zen soll­te. Denn was gera­de abgeht, ist eigent­lich kom­plett schei­ße. Das ist gera­de das ers­te Mal, dass ich mich auch wirk­lich unwohl fühl'.

Steasy: Rap­per sind inzwi­schen natür­lich klar zum Sprach­rohr der Jugend gewor­den und haben somit in allen Belan­gen einen enor­men Ein­fluss. Das muss man nicht näher erläu­tern. Es ist selbst­ver­ständ­lich voll okay, wenn sich ein Künst­ler nicht zu poli­ti­schen The­men äußern will. Ich bin auch der Mei­nung, dass gera­de in der deut­schen Rap­sze­ne bezie­hungs­wei­se bei deut­schen Rapf­ans kei­ne gro­ße Überzeugungs- oder Auf­klä­rungs­ar­beit geleis­tet wer­den muss, was The­men wie "Frem­den­hass" oder "Will­kom­mens­kul­tur" angeht. Aber ins­be­son­de­re die Rap­per, die im Main­stream ange­kom­men sind, haben natür­lich eine Reich­wei­te, die weit über den gewöhn­li­chen Deutschrap-​Konsumenten hin­aus­geht. Dem­entspre­chend hät­te ich mir von eben­die­sen rele­van­tes­ten deut­schen Rap­künst­lern ein­deu­tig mehr kla­re State­ments gewünscht. Ehr­lich gesagt habe ich lan­ge auf sowas wie eine gemein­sa­me Reak­ti­on auf die im Zuge der Flücht­lings­de­bat­te – wahr­schein­lich nicht nur gefühlt – wie­der ver­stärkt auf­kom­men­de Frem­den­feind­lich­keit in Deutsch­land gewar­tet. Deich­kind hat es vor­ge­macht. Sol­che State­ments kön­nen halt auch schnell mal viral gehen und eine Ket­ten­re­ak­ti­on aus­lö­sen, wodurch dann sicher auch Men­schen erreicht wer­den, die, vor­nehm aus­ge­drückt, viel­leicht unsi­cher sind und sich von ande­rer Sei­te – zum Bei­spiel in Form von Het­ze – zu leicht beein­flus­sen las­sen. Hier und da gab es aus mei­ner Sicht wich­ti­ge und posi­ti­ve poli­ti­sche Aus­sa­gen. Aber das Poten­zi­al, das Deutschrap hat, wur­de defi­ni­tiv nicht ansatz­wei­se aus­ge­schöpft.

Nazar: Ich muss ehr­lich geste­hen, dass ich davon rela­tiv wenig mit­be­kom­men hab'. Was dar­an lie­gen kann, dass ent­we­der wenig pas­siert ist oder ich mich ein­fach nicht genug infor­miert hab'. Aber ich beschäf­ti­ge mich eigent­lich schon sehr viel mit Hip­Hop in Deutsch­land, auch mit allem, was in den Medi­en ver­brei­tet wird, die man kennt. Und da hat­te ich jetzt auch nicht wirk­lich das Gefühl, dass sich da vie­le Rap­per poli­tisch enga­giert haben – über­haupt jetzt in schwie­ri­gen Zei­ten, in denen vie­les pas­siert.

Audio88: Puh. Ich fin­de, da ist es schwie­rig zu dif­fe­ren­zie­ren. Es gibt irgend­wie drei Mil­li­ar­den Rap­per in die­ser Rapland­schaft und jeder macht zu jedem Scheiß ein Video­state­ment. Da jetzt zu sagen: "Das ist das, was Rap­deutsch­land zu irgend­ei­nem The­ma sagt …" – das wär' ein biss­chen undif­fe­ren­ziert. Da gibt es ja genau­so Leu­te, die schlaue Sachen sagen und Leu­te, die sich, wie immer, rich­tig dumm zu allem äußern.
Yas­sin: Es gab eine Reak­ti­on, aber da ist noch viel Luft nach oben. In dem Aus­maß, das wir wahr­neh­men kön­nen, gibt es Aus­nah­men, die das sehr stark und gut gemacht haben und lei­der aber auch vie­le, die es nicht gemacht haben.
Audio88: Ja. Oder die, die es sehr schlecht gemacht haben. Es kom­men dann wahr­schein­lich wie­der mehr Reak­tio­nen, wenn die rich­ti­gen Leu­te in der Pro­mo­pha­se sind und so ein The­ma nut­zen müs­sen, um eine Box zu ver­kau­fen.

Juni­or Jero: Ich muss geste­hen: Ich habe die deut­sche Rap­sze­ne nur grob auf dem Schirm. Aber das, was ich so mit­be­kom­men habe, war fast immer die­sel­be Standard-​Aussage: Tole­ranz, Frie­den, bla bla bla … Ich mei­ne nicht, dass das nicht wich­tig wäre, aber das wis­sen wir ja nun alle schon, seit­dem wir klein sind. Und wäre es so sim­pel, wäre es nicht ewig aktu­ell, was dar­an liegt, dass es viel kom­ple­xer ist. Ich fin­de es schwach, wenn Rap­per am Ende die­sel­be Aus­sa­ge wie "We are the world, we are the child­ren" tref­fen und dabei noch den Pre­acher spie­len. Das The­ma ist ja wie­der ent­facht durch die Flücht­lings­kri­se und dar­an kann ich auch mein Bei­spiel gut fest­ma­chen: Jeder halb­wegs sozia­le Mensch wird wohl erst­mal "Refu­gees wel­co­me!" geru­fen haben – so auch ich. Aber mal kurz län­ger drü­ber nach­ge­dacht, stellt man fest: So sim­pel ist das gar nicht. Die­se immensen Mas­sen an Men­schen anstän­dig und men­schen­wür­dig zu orga­ni­sie­ren, ist nun mal nur begrenzt mög­lich. Da hat man dann als Rap­per mit der alten Frie­dens­bot­schaft auch nie­man­dem einen gro­ßen Dienst erwie­sen. Ande­rer­seits ist es natür­lich gut, wenn Vor­bil­der sol­che simp­len Gedan­ken noch mal für die Dum­men aus­spre­chen, die es immer noch nicht ver­stan­den haben. Wobei die es wahr­schein­lich eh nie pei­len wer­den. Ich fin­de, gene­rell betei­li­gen sich die Fal­schen an der Debat­te, näm­lich Leu­te, die gar nix mit Aus­län­dern zu tun haben. Und am Ende ent­schei­den dann Leu­te, die den Blick fürs Detail ver­lo­ren haben. Ich wür­de mir ein­fach dif­fe­ren­zier­te­re Reak­tio­nen wün­schen, die die Hoff­nung auf Debat­ten zulie­ßen statt auf Fin­ger­ge­zei­ge und Pro­pa­gan­da. Gera­de von Künst­lern soll­te man neue Gedan­ken­an­sät­ze erwar­ten kön­nen und nicht den tau­sends­ten "Toleranz-​Song" von einem Rap­per, der sonst nur Dis­re­spect ver­brei­tet. Bevor jeder Tole­ranz und Ähn­li­ches pre­digt, weil es gera­de in Mode ist, soll­te man sich viel­leicht erst­mal sei­ne tiefs­ten, eige­nen ras­sis­ti­schen Gedan­ken bewusst machen, die frü­her oder spä­ter jedem mal ins­ge­heim auf­fun­ken wer­den, wenn man nur kurz mal wirk­lich ehr­lich mit sich ist. Schließ­lich muss sich am Ende jeder selbst die Schwä­chen bewusst machen, um sie aus­mer­zen zu kön­nen. Das wäre zumin­dest mal eine ande­re Her­an­ge­hens­wei­se.

(Moritz Grä­f­rath & Flo­rence Bader)
(Fotos von Miftha Baharde­en (Disar­star), Kai Bern­stein (Sadi Gent), Vita­li Gel­wich (Cha­ku­za), Robert Win­ter (Audio88 & Yas­sin), Gra­fik von Puf­fy Pun­ch­li­nes)