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Megaloh – Auf Ewig III

Meine Zeit ist ge­kom­men, dei­ne Frau no­ch nie.
Guck, wie ich Feinde aus­kno­ck'. Sieh, ich kil­le – kei­ne Autopsie.

Ernste Musik ist schön und gut, aber manch­mal muss Rap auch un­kom­pli­ziert sein dür­fen. Da wird si­ch ein Beat ge­schnappt und dann mit Punchlines und Reimketten so rich­tig schön auf die Kacke ge­hau­en. Megalohs kos­ten­lo­se "Auf Ewig"-Mixtapereihe ist ge­n­au das. Gleichzeitig ehrt der Moabiter da­mit Pioniere des Deutschraps, denn ge­spit­tet wird aus­schließ­li­ch auf ab­so­lu­te Klassiker-​Beats.

So wer­den auf "Auf Ewig III" un­ter an­de­rem Kool Savas' "King Of Rap" und Main Concepts "Kingstyles" mit fri­schen Bars ver­edelt. Shoutouts, Grüße und klei­ne Anekdoten der Originalinterpreten sind da­bei wie­der Megalohs Remixes vor­an­ge­stellt und un­ter­strei­chen den Oldschool-​Flavour. Der Protagonist selbst rappt hung­rig und en­er­gi­sch wie eh und je. Die Liebe zum Rap trieft aus je­der Flowpassage, sämt­li­che Silben lie­gen wie an­ge­gos­sen auf dem Takt. Mit reich­li­ch Variation und nicht en­den wol­len­den Reimketten lässt der MC kei­nen Zweifel dar­an, dass er in punc­to Skills zu den bes­ten des Landes ge­hört. Da kann man auch ein­zel­ne Zweckreime oder Nonsens-​Lines ver­schmer­zen. Von Beginn an will man in­tui­tiv mit dem Kopf ni­cken, wenn si­ch Megaloh durch die Parts rappt. Und die­ses Gefühl hält si­ch hart­nä­ckig bis zum Ende des Tapes.

Megaloh be­weist mit "Auf Ewig III" nicht nur ein wei­te­res Mal, wie form­voll­endet sei­ne Rap-​Skills sind. Er lie­fert au­ßer­dem, wie schon bei den Teilen zu­vor, ei­ne stim­mi­ge Hommage an die Kultur selbst. Völlig gra­tis be­kom­men HipHop-​Freunde hier ein ganz be­son­de­res Schmankerl. Am Ende bleibt nur zu hof­fen, dass wei­te­re Teile der Reihe fol­gen wer­den.

(Florian Peking)