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Joshimixu

Kaum eine Szene hier­zu­lande scheint so facet­ten­reich zu sein wie die Deutschrap­szene. Wäh­rend es be­reits jetzt schon fast unmög­lich er­scheint, je­den ein­zel­nen, eta­blier­ten Ver­tre­ter zu ken­nen, steigt die Zahl neuer, noch unbe­kann­ter Künst­ler expo­nen­ti­ell wei­ter an. Den Über­blick zu behal­ten, gleicht ei­ner Her­ku­les­auf­gabe: Hat man sich ein Gesicht der HipHop-​Hydra ge­merkt, tau­chen schon wie­der min­des­tens zwei neue auf. Gleich­zei­tig ist es für unbe­kannte, junge Talente über­aus schwer, aus der über­wäl­ti­gen­den Masse an Musi­kern her­aus­zu­tre­ten und sich ei­nen Namen zu ma­chen.

Bei­den Sei­ten soll un­ser Sound­check eine Hil­fe­stel­lung bie­ten. Pro­du­cern, die bis­her noch in den Tie­fen des Unter­grunds unter­ge­gan­gen sind, eine Platt­form ge­ben, auf der sie sich kurz, aber prä­gnant prä­sen­tie­ren kön­nen. Und Hörern und Fans ermög­li­chen, sich ei­nen schnel­len Über­blick über nen­nens­werte Künst­ler zu ver­schaf­fen, die sie bis­her viel­leicht noch gar nicht auf dem Schirm hat­ten.

 

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MZEE​.com: Bereits auf Favorites "Harlekin" von 2007 fin­det sich eine Produktion von dir – du bist also seit min­des­tens neun Jahren als Produzent ak­tiv. Wie bist du der HipHop-​Szene ge­ne­rell denn erst­mals be­geg­net?

Joshimixu: Die Essener Szene war da­mals re­la­tiv ak­tiv und ich habe recht schnell PA Sports, Favorite, Manuellsen und viele wei­tere ken­nen­ge­lernt, nach­dem ich die ers­ten halb­wegs hör­ba­ren Beats ge­macht hatte.

MZEE​.com: Welches war da­mals dein ers­tes Producer-​Programm? Und wel­ches ver­wen­dest du heute?

Joshimixu: Erste Schritte habe ich mit Music 2000 und Music Maker ge­macht. Das er­ste pro­fes­sio­nelle Programm war Cubase. Ich habe bis letz­tes Jahr da­mit ge­ar­bei­tet, aber bin Anfang 2016 auf StudioOne für OSX um­ge­stie­gen.

MZEE​.com: Mittlerweile hast du schon für ei­nige nam­hafte Künstler pro­du­ziert. Gibt es ei­nen Rapper, den du un­be­dingt noch auf ei­nem dei­ner Beats hö­ren möch­test?

Joshimixu: Da gibt es noch ei­nige, aber eher ame­ri­ka­ni­sche Künstler. Einfach Leute, die man eh sel­ber hört und fei­ert.

MZEE​.com: Trotz dei­nes Mitwirkens an di­ver­sen recht er­folg­rei­chen Alben fällt dein Name – wie bei vie­len an­de­ren dei­ner Producer-​Kollegen – nicht so oft in den Medien wie die der Rapper selbst. Bist du zu­frie­den da­mit, wie Produzenten in der Deutschrapszene wahr­ge­nom­men wer­den?

Joshimixu: Fame ist mir re­la­tiv egal. Eine an­ge­mes­se­nere Bezahlung und Wertschätzung der Produzenten in Deutschland wär' mir wich­ti­ger.

MZEE​.com: Suchst du deine Samples lie­ber auf Platten oder im Internet?

Joshimixu: Aus Faulheit ei­gent­lich nur noch im Netz.

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(Daniel Fersch & Lukas Päckert)
(Grafiken von Daily Puffy Punchlines, Logo von KL52)

 

Du bist der Meinung, Du oder je­mand, den Du kennst, sollte sich un­se­rem Soundcheck un­ter­zie­hen? Wir freuen uns über Bewerbungen oder Empfehlungen mit dem Betreff "Soundcheck – *Künstlername*" an daniel@mzee.com.