Ralf Kotthoff

MZEE​.com Relaunch – Ralf Kotthoff im Gespräch

Wir woll­ten Hip­Hop immer kom­plett haben.

Ja, Ihr seid gera­de auf MZEE​.com – und nein, Ihr könnt hier kei­ne "Thug Life"-Shirts ordern oder ver­sand­kos­ten­frei das nächs­te Nummer-​eins-​Album in einer tol­len Son­der­edi­ti­on samt T-​Shirt (Grö­ße L und wir legen sogar noch ein schi­ckes Feu­er­zeug oben­drauf) vor­be­stel­len. Dazu hat­tet Ihr in den letz­ten Jah­ren lan­ge genug Zeit. Zuge­ge­ben: Seit die HipHop-​Welle in Deutsch­land vor ein paar Jähr­chen ihren recht plötz­li­chen Umbruch erleb­te und zum wöchent­li­chen Chart-​Monsun her­an­wuchs, war es genau das, was die meis­ten mit den vier Buch­sta­ben MZEE ver­knüpf­ten. Aber im End­ef­fekt stand das Kür­zel schon immer für mehr als das. Und zum rei­nen Online-​Kaufhaus zu avan­cie­ren, war ohne­hin nie die Visi­on, mit der der heu­ti­ge CEO Ralf Kott­hoff star­te­te. Vor rund 25 Jah­ren ent­warf er an sei­nem hei­mi­schen Gra­fik­com­pu­ter im Kel­ler das Cover für die Stie­ber Twins-​Platte "Fens­ter zum Hof". Das Ziel war ein biss­chen grö­ßer: Einen Teil dazu bei­tra­gen, Hip­Hop in Deutsch­land trotz star­kem Gegen­wind salon­fä­hig zu machen. Die Poin­te neh­men wir direkt vor­weg und damit auch das letz­te biss­chen Gegen­wind aus den Segeln aller kri­ti­scher Stim­men, die sich dann und wann noch erhe­ben: Ein­mal kurz auf offi​zi​el​lecharts​.de kli­cken, die Top 100 der Album­charts durch­scrol­len und dann selbst resü­mie­ren, bit­te.

Doch frü­her sah das alles noch etwas anders aus – und das nicht nur, weil es die Sei­te offi​zi​el​lecharts​.de noch nicht gab. Genau­er gesagt hat­ten Pri­vat­haus­hal­te damals noch nicht ein­mal ein Inter­net­mo­dem (was ist eigent­lich ein "Modem"?!). Wir schrei­ben das Jahr 1989, als Ralf Kott­hoff zum ers­ten Mal mit Hip­Hop made in Ger­ma­ny in Berüh­rung kommt. Die ers­te Mode­wel­le, die die Jugend­kul­tur aus Über­see ange­schwappt hat, ist bereits ver­ebbt: Nach einer Hand­voll Medi­en­be­rich­ten inter­es­siert sich in der Öffent­lich­keit kein Schwein mehr für Break­dance und Gra­fit­ti. Zumin­dest nicht hier­zu­lan­de. Die Ver­blie­be­nen der kurz­wei­li­gen Ära con­nec­ten unter­ein­an­der im Unter­grund und orga­ni­sie­ren auf eige­ne Faust ers­te Jams, auf denen auch Musik auf­ge­legt wird. Auf die­sen recht über­schau­ba­ren Ver­an­stal­tun­gen hält zum ers­ten Mal ein wei­te­res HipHop-​Element Ein­zug in Deutsch­land: Rap. Vor­erst ori­en­tiert sich die­ses Sprach­rohr aller­dings an den Vor­bil­dern aus den USA, sodass die Lan­des­spra­che eher ver­pönt ist. Bis einer kommt und es allen vor­macht: Fre­de­rik Hahn ali­as Torch bricht mit den vor­herr­schen­den Kon­ven­tio­nen und droppt sei­ne Lyrics in Deutsch. "Es gab kei­ne Deutschrap­sze­ne – es gab einen Typen, der's vor­ge­macht hat", erzählt Ralf Kott­hoff über die "Stun­de Null", wie er sei­nen Augen­zeu­gen­be­richt von den Anfän­gen der deut­schen Rap-​Ära ger­ne nennt.

MZEE erster Mailorder Flyer 1995

Ers­ter MZEE-​Mailorder-​Flyer (1995).

Der Wunsch, ein Teil der HipHop-​Szene zu wer­den, ist für den spä­te­ren MZEE.com-Chef gebo­ren: "Torch zu erle­ben … da wuss­te ich, dass Hip­Hop das Rich­ti­ge für mich ist." Eben­falls zu die­ser Zeit grün­det Torchs dama­li­ger Mana­ger Akim Wal­ta gera­de ein klei­nes Unter­neh­men, unter des­sen Flag­ge er Jams in Mün­chen und Mainz aus­rich­tet, um Hip­Hop eine Platt­form zu bie­ten. MZEE ent­steht – das Wort setzt sich übri­gens aus den Auto­kenn­zei­chen der bei­den ers­ten Ver­an­stal­tungs­or­te und der Aus­spra­che des Wört­chens "MC" zusam­men. Das Unter­neh­men läuft zunächst aller­dings ohne das Bei­sein von Kott­hoff. "Auf die Jam in Mainz bin ich gar nicht erst gekom­men, die war voll", erin­nert er sich grin­send. Aber ganz plötz­lich ist zumin­dest im Unter­grund eine Art Wan­del zu spü­ren. Da besu­chen doch tat­säch­lich mehr als ein paar HipHop-​Fans irgend­wel­che No-​Name-​Jams, bei denen auf Deutsch gerappt wird! Die Nach­fra­ge nach Torch und des­sen Crew Advan­ced Che­mi­stry ist vor­han­den – zumin­dest in Ken­ner­krei­sen soge­nann­ter "HipHop-​Heads". Was jetzt noch fehlt, ist die rich­ti­ge Infra­struk­tur. Denn wie ver­mark­tet man ein Pro­dukt, das den Unter­grund ver­mut­lich nie ver­las­sen wird, weil TV und Rund­funk sich dem pop­pi­gen Main­stream anbie­dern und aller­höchs­tens mal die Stutt­gar­ter Fan­tas zum Inter­view in die loka­le Radio­sta­ti­on laden? So ganz kommt das ers­te Demo­tape von Advan­ced Che­mi­stry jeden­falls nicht an: "Die gro­ßen Labels haben gedacht, das wäre Kar­ne­vals­mu­sik", erklärt Ralf Koff­hoff.

Als die Stie­ber Twins ver­sucht haben, auf der Schreib­ma­schine eine Pres­se­info für Advan­ced Che­mis­try zu tip­pen, kam ich ins Zim­mer.

An dem nach­fol­gen­den Plan hat sich bis heu­te nichts geän­dert: Wer sich als Musi­ker Gehör ver­schaf­fen will, sucht sich ein Label … oder grün­det kur­zer­hand ein eige­nes. Das mag zu einer Zeit, in der jeder zwei­te Rap­per mit 2.000 ver­kauf­ten Plat­ten sei­ne eige­ne Platt­form mit Endung "Records" anmel­det (und sich damit auf kurz oder lang in den Kon­kurs stürzt), bestimmt nichts Außer­ge­wöhn­li­ches sein. Damals ist dies aller­dings ein Novum. Und stellt sich in der Umset­zung als gar nicht mal so leicht her­aus. "Als die Stie­ber Twins ver­sucht haben, auf der Schreib­ma­schi­ne eine Pres­se­info für Advan­ced Che­mi­stry zu tip­pen, kam ich ins Zim­mer", erzählt Ralf Kott­hoff von sei­ner ers­ten Begeg­nung mit dem MZEE-​Kollektiv. Kott­hoff hat zu die­sem Zeit­punkt bereits Zugriff auf die ers­ten Gra­fik­com­pu­ter und bie­tet an, das Gan­ze "mal ordent­lich zu machen". Noch in der­sel­ben Nacht ent­wirft er unter ande­rem ein Lay­out für die Twins, prä­sen­tiert sei­ne Idee – und fixt Mana­ger Akim Wal­ta glei­cher­ma­ßen an. Ab die­sem Zeit­punkt ist Ralf Kott­hoff fes­ter Bestand­teil des MZEE-​Teams.

Eine Ausgabe des MZEE-Magazins Das Poster zur ersten MZEE-Jam 1990 Flyer zur MZEE Frisch 1993

Von links nach rechts: MZEE-​Magazin (Mai/​Juni '93), Pos­ter zur MZEE-​Jam ('90), Fly­er zu MZEE Frisch ('93).

Nur: Wie ver­brei­tet man sei­ne Bot­schaf­ten als Hob­by­dem­ago­ge rich­tig? Heut­zu­ta­ge ist die Ant­wort rela­tiv sim­pel: Man geht ins Inter­net und ver­fasst einen Post bei Face­book oder twit­tert sei­ne 140 Zei­chen, dazu noch schön vie­le tren­di­ge Hash­tags. Insta­gram funk­tio­niert auch, weil der größ­te Teil der Ziel­grup­pe nicht ein­mal mehr die­se 140 Zei­chen lesen möch­te. Zu MZEE-​Gründungszeiten läuft das Gan­ze aller­dings ein wenig anders: Als HipHop-​Fan kommt man in der Regel alle zwei, drei Mona­te auf irgend­ei­ner Jam an neue Infor­ma­tio­nen und erfährt, was gera­de "ange­sagt" ist. Die "Sze­ne" kauft sich Tram­per­ti­ckets und con­nec­tet euro­pa­weit – HipHop-​Fans besu­chen sich gegen­sei­tig, tau­schen Num­mern aus (rufen sich auf­grund der Kos­ten für Fern­ge­sprä­che im End­ef­fekt aber doch lie­ber nicht an) und sam­meln auf die­se Wei­se wert­vol­le Infor­ma­tio­nen.

Gleich­ge­sinn­te fin­den sich also nicht direkt vor der Tür, son­dern in Groß­städ­ten. Das muss auch Ralf Kott­hoff ler­nen. Mit sei­ner Lei­den­schaft steht er in sei­ner klei­nen Hei­mat­stadt in Schleswig-​Holstein ganz schön ein­sam da: "Zwei von 20.000 Men­schen hat­ten eine Base­cap. Einer war ich, der ande­re war Baseball-​Fan", sin­niert er über die dama­li­ge Zeit, zu der er immer nur den Wunsch hat­te, aus die­sem "Gefäng­nis" aus­zu­bre­chen. Ham­burg hat­te da schon etwas mehr zu bie­ten: "Dort gab es am Anfang viel­leicht 20, 25 Leu­te, die sich aktiv mit Hip­Hop beschäf­tigt haben." Immer­hin! Aber auch die müs­sen quer durch Deutsch­land fah­ren, um neue Kon­tak­te zu knüp­fen. So ent­steht lang­sam ein ers­tes Netz­werk bezie­hungs­wei­se eine ers­te, klei­ne "Sze­ne", wenn man so möch­te. "Das war der Hori­zont, in dem wir gear­bei­tet haben: Die Leu­te, die uns ver­stan­den haben", erzählt Kott­hoff. Der Rest reagiert auf das The­ma Hip­Hop eher mit der wit­zeln­den Atti­tü­de eines Mittvierziger-​Fernsehmoderators, der es auch im Jahr 2015 noch "ulkig" fin­det, ein sar­kas­ti­sches "Yo, yo!" mit dezent takt­lo­sen Arm­be­we­gun­gen zu kom­bi­nie­ren.

Wenn ein Haft­be­fehl heu­te bei Spie­gel Online ist, bin ich immer noch auf­ge­regt. Das war mei­ne Visi­on.

Doch irgend­wie ist die­ser gan­ze Pro­zess des Bekannt­ma­chens die­ser Jugend­kul­tur zu lang­wie­rig. Hip­Hop in Film, Fern­se­hen und Radio? Damals noch unvor­stell­bar. Wenn sich irgend­ein TV-​Sender tat­säch­lich dazu erbarmt hat, einem Jan Delay auch nur zwei Minu­ten sei­ner wert­vol­len Sen­de­zeit zu wid­men, fühlt sich das bereits wie ein klei­ner Sieg an. Tut es für Kott­hoff auch heu­te noch. "Die­sen Reflex bekomm' ich nicht mehr aus mir raus", erzählt der Kopf hin­ter MZEE​.com. "Wenn ein Haft­be­fehl heu­te bei Spie­gel Online ist, bin ich immer noch auf­ge­regt. Das war mei­ne Visi­on." Das Ziel, die HipHop-​Kultur im Main­stream wahr­nehm­bar zu machen. "Für uns war zu die­sem Zeit­punkt völ­lig klar, dass wir auch ein Maga­zin machen müs­sen." Es sind zwar bereits ein paar selbst gedruck­te und foto­ko­pier­te "Fan­zines" – Maga­zi­ne, die von HipHop-​Fans geschrie­ben wer­den – in Umlauf, aber das geht alles noch grö­ßer. Und so ent­ste­hen die ers­ten Print­me­di­en aus dem Hau­se MZEE.

Stieber Twins und Ralf Kotthoff auf der Popkomm-Messe in Köln 1996.

Ralf Kott­hoff im Gespräch mit den Stie­ber Twins, Popkomm-​Messe in Köln (1996).

All das geschieht step by step: "Es gab kei­nen Durch­bruch, nur klei­ne Epo­chen" – denn einen ech­ten Hit oder ein Zug­pferd konn­te MZEE nie vor­wei­sen. Eims­bush hat­te Jan Delay, Aggro Ber­lin hat­te Sido … und MZEE ein Pro­jekt nach dem ande­ren, das abge­ar­bei­tet wer­den woll­te. Nein, abge­ar­bei­tet wer­den muss­te, weil die Lei­den­schaft zu Hip­Hop zeit­gleich auch immer ein – wenn auch nur für sich selbst – Gefühl von Ver­pflich­tung war. Die Bot­schaft nach außen zu tra­gen. Des­halb woll­te MZEE sich auch nie auf nur eine Sache fest­le­gen: Label schön und gut, aber wer ver­sorgt Fans mit Infor­ma­tio­nen? Und woher bekom­men sie ihre Kla­mot­ten? Wer sorgt dafür, dass wei­ter­hin Jams im Unter­grund statt­fin­den und wer treibt über­haupt die­se gan­ze ver­damm­te Maschi­ne­rie vor­an? Die größ­te Angst, die Ralf Kott­hoff dabei kon­ti­nu­ier­lich im Hin­ter­kopf plagt, ist die, dass sich sein gelieb­ter Hip­Hop letzt­lich nur als klei­nes Kul­tur­phä­no­men ent­puppt, das nach zwei bis drei Jah­ren wie­der von der Bild­flä­che ver­schwin­det. Davon kön­nen Castingshow-​Gewinner ein Lied sin­gen – nur ver­kau­fen wür­den sie es heut­zu­ta­ge halt nicht mehr. "Man muss für sei­ne Zie­le kämp­fen und ich rate des­halb jedem, genau das zu tun, was ihm Spaß macht."

MZEE sieht sich von Anfang an in eben­je­ner Posi­ti­on: Das Ziel ist es nicht, nur ein Label zu unter­hal­ten, ein klei­nes Heft­chen im Kiosk an der Ecke aus­zu­le­gen oder vier Mal im Jahr zur Free­stylecy­pher zu laden. "Wir haben uns immer als Voll­sor­ti­men­ter ver­stan­den" – ein Fach­be­griff für einen Händ­ler, der qua­si alles zu einem The­men­kreis anbie­tet. Der Ver­sand­han­del MZEE wird zur Platt­form von allem, was "die Sze­ne" an Out­put lie­fert. Bemerk­bar macht sich das im Lau­fe der Jah­re: Bei­spiels­wei­se, als die DVD die VHS-​Kassette ablöst oder selbst die Spray­er­ge­mein­de nicht mehr wirk­li­ches Inter­es­se an Graf­fi­timags bekun­det und der Druck eben­je­ner künst­le­ri­schen Wer­ke dann doch ein­ge­stellt wird. Man muss eben mit der Zeit gehen. "Wir woll­ten Hip­Hop immer kom­plett haben – auf der Web­sei­te gab es ja auch mal alles, weil wir uns in der Ver­pflich­tung gefühlt haben, das anzu­bie­ten." Kei­ne Revo­lu­ti­on, nur Evo­lu­ti­on. "Die Welt muss ein­fach kapie­ren, wie geil die­se Kul­tur ist. Hip­Hop hät­te genau­so gut wie­der ver­schwin­den kön­nen."

Auswahl MZEE Katalogcover: Prinz Porno, MZEE Jubiläum 2010, Haftbefehl

Von links nach rechts: MZEE-​Kataloge (Prinz Por­no, MZEE Jubi­lä­um 2010, Haft­be­fehl).

Geht es um sei­ne eige­ne Rol­le inner­halb die­ser Bewe­gung, zeigt sich Kott­hoff eher beschei­den: Er ist halt der Typ, der damals das Stie­ber Twins-​Cover gelay­ou­tet hat, weil er "zur rich­ti­gen Zeit am rich­ti­gen Ort" war. Aber hät­te es Advan­ced Che­mi­stry nicht in die­ser Form gege­ben, dann auch kein Lay­out. Und hät­te Akim Wal­ta kei­ne Jams in Mün­chen und Mainz ver­an­stal­tet, dann gäbe es auch kein MZEE – allei­ne schon aus namens­tech­ni­schen Grün­den. "Ich war immer nur Teil von irgend­was", so Kott­hoff. Die Krea­ti­vi­tät über­lässt das selbst­er­nann­te "Arbeits­tier", das lie­ber am hei­mi­schen Com­pu­ter im Kel­ler arbei­tet, als sich auf irgend­wel­chen Par­tys zu betrin­ken, den ande­ren. Wenn Kott­hoff sich an "die gro­ßen Momen­te" erin­nern will, sind das nie sei­ne eige­nen Leis­tun­gen – auf die er natür­lich den­noch stolz ist –, son­dern "Fan-​Momente". Das ers­te Mal Torch auf Deutsch rap­pen hören. Cas­per beim Live-​Battle erle­ben. Oder auch dabei zuse­hen, wie Men­schen, die nicht ein­mal die­sel­be Spra­che spre­chen, gegen­ein­an­der tan­zen: "Sachen, die ich nie erlebt hät­te, wenn ich einen Bank­job gemacht hät­te."

Inzwi­schen schrei­ben wir das Jahr 2015. Über 25 Jah­re ist es nun her, seit das Wört­chen MZEE zum ers­ten Mal lie­be­voll auf das Pla­kat einer Unter­grund­jam in Müchen oder Mainz gemalt wur­de. Und jetzt kom­men wir ins Spiel: die neue Redak­ti­on. Wie sol­len wir mit die­ser Vor­ge­schich­te umge­hen? Zwar exis­tiert MZEE mit uns nicht mehr als Label und nein, nach­dem der Ver­sand­han­del im ver­gan­ge­nen Jahr schluss­end­lich ein­ge­stellt wur­de, sicher­lich auch nicht mehr als Shop … aber als ein klein biss­chen mehr als nur ein "Fan­zine". Als eige­nes Online-​Magazin, mit dem eine der ers­ten Grund­ide­en noch ein­mal neu auf­ge­grif­fen wird: HipHop-​Begeisterte zu infor­mie­ren, ohne dass sie quer durch Euro­pa tram­pen müs­sen. Eine gute Sache haben der zeit­li­che Wan­del und das Inter­net am Ende dann eben doch.

Wir schlie­ßen uns dem ureins­ten Com­mu­ni­ty­ge­dan­ken an und ver­kün­den hier­mit stolz: MZEE ist zurück. Als Online-​Magazin. Und füh­ren an die­ser Stel­le Ralf Kott­hoffs eins­ti­ge Visi­on fort. Auch wenn wir ver­mut­lich nicht mehr Gefahr lau­fen, dass die HipHop-​Kultur in Deutsch­land irgend­wann – oder zumin­dest in abseh­ba­rer Zeit – aus­ster­ben wird. Und falls doch … sehen wir uns in Mün­chen oder in Mainz?

(Flo­rence Bader, Pas­cal Ambros & Jona­than Rogg)